Impulsvortrag

Motivation für Hersbrucker Stadtratskandidatinnen

Wer die Arme weit ausbreitet und das Leben umarmt, ist sofort viel positiver gestimmt. Die Stadtratskandidatinnen um die beiden Referentinnen Lucia Biermann und Susanne Thum (vorne Mitte) probierten die neue Haltung gleich aus. | Foto: K. Bub2020/01/DSC-2749.jpg

KÜHNHOFEN – Von den 114 Bürgern, die in Hersbruck für den Stadtrat kandidieren, sind 40 Frauen (35 Prozent). Um ihnen einen kleinen Motivationsschub mit auf den Weg zu geben, hat Anita Eberhard vom „Grünen Baum“ in Kühnhofen zu einem parteiübergreifenden Frühstück mit Impulsvortrag eingeladen.

Parteiprogramme waren an diesem Vormittag nicht angesagt. Vielmehr ging es darum, wie Frauen in der Politik ihren Weg gehen können. Dazu brauche es weder eine Ellenbogenmentalität noch lautes Gepolter. Authentizität ist gefragt, so das Credo von Sozialpädagogin Susanne Thum und Reitlehrerin Lucia Biermann von den „Siglitzhofer Sichtweisen“.

Anschaulich schilderte Thum ein Erlebnis aus ihrer Kindheit: ein Ponyausflug mit ihrem Vater. Der sollte das Pony führen, auf dem Thum freudestrahlend Platz genommen hatte. Zunächst lief auf dem Spaziergang auch alles wunderbar, dann aber übernahm das Pony das Kommando und beschloss nur noch eins zu tun: fressen. Papa Thum gab sich zwar redlich Mühe, das Tier zum Weitergehen zu bewegen, er zog, zerrte und schimpfte. Das Pony aber fraß genüsslich weiter.

Vater Thum hatte die Signale des Ponys nicht registriert. Das Pony dagegen nahm sehr wohl wahr, dass Papa Thum die Dinge gerade schleifen ließ, nutzte seine Chance und übernahm die Führungsrolle. Die Lehre, die aus dieser Geschichte zu ziehen ist? Immer in der Wahrnehmung bleiben, Gedanken, Gefühle und Körper in Einklang bringen.

Sich öffnen

Dabei zeigten Thum und Biermann an einem Beispiel auf, wie sehr sich Gedanken, Gefühle und Körperhaltung gegenseitig beeinflussen. Wer etwa mit hängenden Schultern dasteht, fühle sich automatisch schlecht und könne kaum einen positiven Gedanken fassen. Wer dagegen die Arme weit ausbreitet und sich öffnet, dem fielen negative Gedanken von Haus aus schwer.

Den Frauen empfahlen Thum und Biermann, authentisch zu bleiben und das eigene Handeln mit der eigenen Persönlichkeit in Einklang zu bringen. Auch wenn es mitunter Mut erfordere, die liebgewonnene Komfortzone zu verlassen und vielleicht auch einmal gegen den Strom zu schwimmen.

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