Erzählfestival in Hersbruck

Märchenhafte Unterhalter

Suse Weisse und Andrea Gonze (v. links) sind zwei Erzählerinnen mit Leib und Seele. Foto: H. Neitz2014/04/5_2_1_2_20140412_MAERCH.jpg

HERSBRUCK – „Es war einmal…“ hieß es diese Woche öfters: Am Donnerstag-Nachmittag fand die Märchenstunde im Rahmen des Hersbrucker Erzählfestivals im Hirtenmuseum ihre Fortsetzung. Dieses mal war es Suse Weisse, die zwei alte Geschichten, professionell, mit gekonnter Gestik und Mimik, im passenden Museumsambiente, in der Fantasie zum Leben erweckte.

Da war zum einen das uralte Klischee mit der Rollenverteilung: Frau Zuhause bei Kind, Haushalt und Vieh, der Ehemann bei harter Arbeit draußen auf dem Feld, der sich die Hausarbeit vergleichsweise harmlos vorstellt. Aber schon nach einem einzigen Tag des Rollentausches muss er erkennen und am eigenen Leib fühlen, dass Kinderbetreuung und Haushalt eine gewaltige Herausforderung sind.

Im zweiten Märchen geht es um die hübsche Königstochter, vom eigenen Altvater König verstossen, sucht und findet sie ihr Glück beim Prinzen eines anderen Königreiches und versöhnt sich am Ende auch wieder mit ihrem Vater. Ob Kind oder Erwachsener: Der Zuhörer spürt, sieht und erlebt die Professionalität der Erzählerin, die dabei aber absolut charmant und natürlich bleibt. Organisatorin Andrea Gonze sagt dazu: „Wir Erzähler verstehen uns als Brückenbauer, Inspirator und natürlich Unterhalter“.

Zum Abschluß des Hersbrucker Erzählkunstvestivals am heutigen Samstag um 20 Uhr im Patchwerk in Weigendorf werden Michl Zink, Alexandra Eyrich und Andrea Gonze ihr Publikum noch einmal in die Welt der Märchen und Sagen mitnehmen. Musikalisch umrahmt wird der Abend von Evelyn Borchard.

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