Neue Probeeinschreibung im Frühjahr

Kreisräte wollen Technik-Zweig für FOS

NÜRNBERGER LAND — Bei aller Freude über die neue Staatliche Fachoberschule (FOS) im Nürnberger Land wollen sich die Kreisräte nicht damit zufrieden geben, dass ein Technik-Zweig abgelehnt wurde. Sie hoffen nun auf eine zweite Probeeinschreibung im Frühjahr.

Ausgerechnet der Technik-Zweig war es, den das Kultusministerium nicht genehmigen wollte. Dabei hatten die Räte gerade hier die Stärken des Landkreises gesehen: Etliche im Nürnberger Land ansässige Technikfirmen stünden für eine Zusammenarbeit bereit und könnten Praktikumsplätze bieten. Die Schulen seien stark im technischen Bereich aufgestellt, sagte Landrat Armin Kroder und die Berufsschule in Lauf, in der auch die FOS untergebracht ist, technisch sehr gut ausgestattet. Diese Infrastruktur könnte auch die FOS nutzen.

Doch am Ende zählen die nackten Zahlen. Und die hatten bei der Probeeinschreibung im März ein anderes Bild ergeben: Damals hatten sich 151 Schüler für eine FOS im Landkreis interessiert: 61 für den wirtschaftlichen, 55 für den sozialen und 35 für den technischen Zweig. Weil die Vorgabe des Ministeriums aber war, dass die FOS in allen Zweigen zweizügig arbeiten müsse, wurden nur Wirtschaft und Soziales genehmigt. Im September traten 109 Schüler an der neuen FOS an: in zwei Sozialwesenklassen mit je 22 Schülern und zwei Wirtschaftsklassen mit einmal 32 und einmal 33 Schülern.

Die Kreisräte wollen sich damit nicht abfinden. Für das Frühjahr hat das Kultusministerium eine zweite Probeeinschreibung in Aussicht gestellt. Sollten sich dann mehr Schüler für Technik begeistern (etwa 60 sollten es sein), könnte die FOS erweitert werden. Einfach wird das aber nicht, machte Berufsschulleiter Reinhard Knörl klar: „Schüler aus Feucht gehen traditionell und verkehrsbedingt eher nach Nürnberg oder Neumarkt. Sie werden sich schlecht nach Lauf bewegen lassen“, glaubt er. Alle Kreisräte wollen nun verstärkt für die FOS im Landkreis werben und sich in München mit Nachdruck für einen Technikzweig stark machen. Schließlich hätten andere Schulen auch einen einzügigen Zweig genehmigt bekommen.

Keine Einigkeit herrscht weiter bei der Standortfrage. Während SPD-Kreisrat Thomas Beyer darauf pocht, die FOS in Lauf und Hersbruck anzusiedeln (eine entsprechende Debatte wurde bereits geführt), verweist Cornelia Trinkl (CSU), die selbst Lehrerin ist, auf organisatorische Schwierigkeiten, die zwei Standorte mit sich bringen: „Hier sollten wir die Verantwortlichen der Schulen einbeziehen.“

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