BRK hat neue transportable Küche

Kochen auch im Ernstfall

Testeten die neue Küche gleich: Vertreter von BRK und Kreistag bei den Vorbereitungen zum Weißwurstfrühstück. | Foto: M. Ermer2020/02/redwebIMG-7158-scaled.jpg

HERSBRUCK – Viele Ehrenamtliche des BRK Kreisverbands Nürnberger Land und Mitglieder des Kreistages waren im Bevölkerungsschutzzentrum in Hersbruck zusammengekommen, um die neue, vom Landkreis finanzierte Feldküche einzuweihen. Die soll künftig bei Einsätzen die Verpflegung von etwa Feuerwehr oder Bevölkerung einfacher machen.

Armin Kroder, Landrat und Kreisvorsitzender des BRK Nürnberger Land, erinnerte kurz an die Anfänge des Bevölkerungsschutzzentrums. Es geht auf den Wunsch nach einer zentralen Halle zurück. Nach dem Erwerb des ehemaligen BayWa-Geländes dauerte es noch, bis letzte Risiken ausgeräumt waren. Die dazugehörende Tankstelle sei jetzt wieder untervermietet.

Neben der Halle für die Einsatzfahrzeuge sei es der Wunsch des BRK gewesen, eine transportable Küche für hygienisch einwandfreie Lebensmittelverarbeitung anzuschaffen. Kostenpunkt: 80.000 Euro. Dies billigte der Kreistag einstimmig. „Aufgestellt für das, was kommen wird“, begründete Armin Kroder die Anschaffung. Denn auch wenn die Region bislang meist von Katastrophen verschont wurde, so sei dies keine Garantie. Auch die Unterstützung bei Einsätzen außerhalb des Landkreises könne mit der neuen Küche gewährleistet werden.

Ehrenamtliche mit vielen Ideen

Markus Deyhle, Kreisgeschäftsführer des BRK, freute sich, dass in der insgesamt über eine Million Euro teuren Halle seit vergangenem August schon viel geschafft wurde. Vor kurzem wurden Rolltore eingesetzt, auch ein Hochregallager wurde schon realisiert. Es fehlten noch Arbeiten an Wänden und Dach. Auch weitere Ideen für das 5500 Quadratmeter große Areal haben die Ehrenamtlichen schon. Deyhle sah den Kreis nun gut aufgestellt – mit den stärksten Einheiten in Hersbruck, der Verwaltung in Lauf und Altdorf, das ebenfalls Schwerpunkt werden soll.

Der Katastrophenschutzbeauftragte beim BRK im Landkreis, Wolfgang Fürst, zeigte sich „sehr stolz auf das neue Schmuckstück“, das 400 bis 600 Leute versorgen könne. Die bisherige Anhängerfeldküche habe bis zu eineinhalb Stunden Aufbauzeit gebraucht. Die neue sei dagegen schnell aufgebaut und passe in jedes Gebäude, Turnhalle oder Zelt.

Feuertaufe bestanden

Die Feuertaufe hat das neue Gerät übrigens schon mit Bravour bestanden. Nach der Abholung vor zwei Wochen stand am Folgetag gleich der erste Einsatz beim Brand in Happurg an. Ein Koch- und ein Essensmodul boten Verpflegung für die Einsatzkräfte dort. Fürsts Fazit: „Schnell aufgebaut, eine super Gschicht‘.“

N-Land Michelle Ermer
Michelle Ermer