Badminton

Isabel Herttrich hält Kurs auf Olympia

Das Bild zeigt Isabel Herttrich mit ihrem früheren Mixedpartner Peter Käsbauer bei der Kür zum „Spieler des Jahres“. | Foto: Sven Heise2021/01/dm19-SVH-1416.jpeg

HERSBRUCK/BANGKOK Badmintonspielerin Isabell Herttrich bleibt auf Kurs Richtung Olympische Sommerspiele Tokio. Bei den Yonex Thailand Open in Bangkok drang die Hersbruckerin mit ihrem Mixedpartner Mark Lamsfuß ins Viertelfinale vor und sammelte wertvolle Punkte für das Olympia-Ticket.

Nach dem klaren 21:12, 21:13-Auftaktsieg gegen die kanadische Paarung Joshua Hurlburt-Yu/Josephine Wu sorgte das deutsche Mixed bei dem Super 1000-Turnier allerdings ungewollt für Wirbel. Weil Lamsfuß/ Herttrich trotz eines positiven Coronatests bei Bundestrainerin Cheng Wen-Hsing zum Achtelfinale gegen Tang Chun Man/Tse Ying Suet antreten wollte, zog der Verband von Hongkong seine Akteure aus Protest zurück. Dies führte zu einem vernehmlichen Rauschen im Blätterwald der Volksrepublik China, ist Hongkong doch eine chinesische Sonderverwaltungszone.

„Wir haben uns chinesische Zeitungsberichte übersetzen lassen, das schlägt dort hohe Wellen“, sagte Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badmintonverbandes. An der Rechtmäßigkeit des Einsatzes seines Topduos ließ er freilich keinen Zweifel: „Sie waren vor dem positiven Test von Cheng schon alle drei Tage getestet worden. Alle wurden auch danach bereits getestet. Ergebnis: negativ.“

Kampflos in nächste Runde

Einen Tag vor der Zweitrundenpartie war bekannt geworden, dass Cheng positiv getestet wurde. Die 38-jährige Taiwanesin begab sich sofort in Quarantäne in einem Krankenhaus in Bangkok.

Nach dem „Walkover“, wie das kampflose Weiterkommen im Fachjargon heißt, trafen Mark Lamsfuß und Isabel Herttrich, die ihre erfolgreiche Karriere beim TV Hersbruck begann, im Viertelfinale auf Thom Gicquel und Delphine Delrue aus Frankreich. In einem dramatischen Match unterlagen die Deutschen, die im Oktober mit ihrem Sieg bei den Denmark Open für einen Paukenschlag gesorgt hatten, nach 45 Minuten mit 18:21 und 19:21, auch weil ihnen in den entscheidenden Phasen beider Sätze einfache Fehler unterliefen.

Zeit zur Erholung blieb wenig, am Dienstag begann für das derzeit beste deutsche Mixed bereits das nächste Turnier, die Toyota Thailand Open.

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