HNO in Hersbruck

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HERSBRUCK (em) – Im Hersbrucker Krankenhaus gibt es eine neue Abteilung. Der seit Juli in Hersbruck im City-Park niedergelassene Hals-Nasen-Ohren-Arzt Dr. Stephan Waidhas hat die vor Jahren aufgegebene Fachrichtung wieder besetzt und ist für fünf HNO-Betten zuständig, die einzigen im Nürnberger Land.

,Das Klinikum Nürnberg ist mit den Krankenhäusern im Nürnberger Land eine langfristige Partnerschaft eingegangen“, versicherte der Geschäftsführer der Krankenhäuser Nürnberger Land GmbH, Dr. Michael Hitzschke. Der Standort Hersbruck werde weiter ausgebaut und die HNO-Abteilung sei ein Schritt dazu.

Der bereits im Krankenhaus Hersbruck für die ambulante chirurgische Praxis tätige Dr. Siegfried Knauf ist für die Anästhesie zuständig. Er ist seit zehn Jahren als niedergelassener Arzt im Operationszentrum Röthenbach verantwortlich. Verständlich, dass es den gebürtigen Happurger auch nach Hersbruck zieht, vor allem, weil er hier ideale Arbeitsbedingungen vorfindet. So sieht es auch Dr. Waidhas.

Beide haben zuerst an großen Häusern – Klinikum Nürnberg und Uniklinik Erlangen – gearbeitet. Ihre künftige Tätigkeit soll weiter auf dem qualitativ hohen Standard basieren, und dies hat sich für beide mit dem Start in Hersbruck erfüllt.

Dr. Knauf schätzt es als Anästhesist, dass hier die moderne technische Ausstattung passt und neueste, auch teure Medikamente verwendet werden. Der Operateur Dr. Waidhas unterstreicht dies mit dem Hinweis, dass seine ersten Patienten in Hersbruck bereits kurz nach der OP wieder fit waren. Ein zweieinhalbjähriges Kind, das er diese Woche an den Rachenmandeln operiert hat und bei dem auch noch ein Trommelfellschnitt nötig war, war ebenfalls nach kurzer Zeit wieder schmerzfrei.

Im HNO-Bereich, so betonte er, müsse bei den häufigsten Eingriffen unterschieden werden: Entfernung von Polypen (Rachenmandeln), was ambulant geschehen kann, und Entfernung von Mandeln (Gaumenmandeln), wobei die stationäre Behandlung erforderlich ist.

Der mit 35 Jahren noch junge Facharzt weiß, dass es im Hersbrucker Raum einen großen Bedarf für Hals-Nasen-Operationen gibt. Kurze Anfahrtswege, wohnortnahe Versorgung bei qualitativer Hochwertigkeit sprächen für das Haus. Große Eingriffe leite er selbst weiter an das Klinikum Nürnberg, wo er zuletzt noch gearbeitet hat.

Um die Versorgung bei der Narkose sicherzustellen, soll vom Zentrum Röthenbach noch Anästhesistin Dr. Bettina Grainer ebenfalls einen Belegarztvertrag erhalten.

Zufrieden über die Entwicklung in Hersbruck mit Ausbau der bewährten Belegarztstrukturen ist nicht nur Geschäftsführer Dr. Hitschke, sondern auch Pflegedienstleiter Ulrich Schweer. Er sicherte bei der offiziellen Vorstellung der neuen Abteilung zu, dass für die Station auch die Versorgung mit Eis (Speiseeis) sichergestellt werde, was nach den Eingriffen dort für schmackhafte Kühlung von innen sorgen wird.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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