KWK-Roadshow

Hersbrucker Paradebeispiel für Kraft-Wärme-Kopplung

Per Livestream erklärte Hewa-Geschäftsführer Harald Kiesl den Interessierten die KWK-Kundenanlage auf dem Gelände der Bürgerbräu. | Foto: Screenshot2021/05/Hewa2.jpg

HERSBRUCK/RÖTHENBACH – Eigentlich hätte die KWK Roadshow direkt in Hersbruck stattfinden sollen. Coronabedingt ist jedoch eine Internetveranstaltung daraus geworden. Aus der Karl-Diehl-Halle in Röthenbach wurden die einzelnen Vorträge über die Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) live übertragen.

Hersbruck war nicht ohne Grund zum Ziel der KWK Roadshow auserkoren worden, denn hier betreibt die Hewa eine KWK-Kundenanlage auf dem Gelände der Bürgerbräu – ein Vorzeigeprojekt, das Hewa-Geschäftsführer Harald Kiesl zusammen mit dem technischen Leiter Harald Günzrodt dem virtuellen Publikum vorstellen durfte.

Ein kurzes Video führte die Zuschauer nach Hersbruck direkt in die Heizzentrale der KWK-Anlage auf dem Gelände der Bürgerbräu. Von hier aus werden mehrere Gebäude mit Strom und Wärme versorgt, darunter die fünf Wohnhäuser des Altstadt-Carrés, Sparkasse, Rathaus nebst Bürgerbüro und natürlich die Bürgerbräu selbst.

Weniger CO2

Im Dezember 2018 ging das Blockheizkraftwerk in Betrieb. Das Zwischenfazit, das Kiesl nach über zweijähriger Betriebszeit zieht, fällt durchweg positiv aus – für alle Seiten.

Die Kunden profitierten von einem fairen Strom- und Wärmepreis, die Hewa könne sich über einen gesicherten Gas- und Stromabsatz freuen und der Umwelt komme diese effiziente Art der Energieerzeugung durch einen deutlich reduzierten CO2-Ausstoß ebenfalls zugute.

Zwar werde das Blockheizkraftwerk derzeit mit Gas, wenn auch Öko-Gas, betrieben. Eine Umstellung auf Bio-Gas oder Wasserstoff sei aber in Zukunft denkbar und auch von der Anlage her technisch möglich. „Wir sind zukunftssicher aufgestellt“, betonte Kiesl. Die Heizzentrale in der Bürgerbräu bietet auch ausreichend Platz für ein zweites Blockheizkraftwerk. Das soll 2022 in Betrieb gehen. Dann erreicht das System seine Vollauslastung.

Viele Redner

Neben Kiesl sprachen auch Landrat Armin Kroder, Professor Markus Brautsch vom Institut für Energietechnik, Professor Frank Messerer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium, Raphael Lechner von der OTH Amberg-Weiden, Rechtsanwalt Karsten Ahrens, der die rechtliche Sicht von KWK-Anlagen beleuchtete, und Franz Völkl, Projektingenieur bei Bayernwerk Natur. Er stellte das „Werksviertel Mitte“ in München vor. Alle Vorträge sind online zu sehen auf https://youtu.be/RgPvoolUnvI.

Die nächste Station der KWK Roadshow, die Bayern Innovativ im Auftrag des Bayerischen Wirtschaftsministeriums und in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum KWK und dem Institut für Energietechnik der OTH Amberg-Weiden durchführt, ist am 8. Juli in Bad Füssing.

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