Kulturausschuss des Stadtrates plant das kommende Jahr

Hersbruck: Termine von Konzerten, Märkten und mehr

Das Hersbrucker Altstadtfest soll auch 2016 wieder an drei Tagen stattfinden. Foto: J. Ruppert2015/11/6857280.jpg

HERSBRUCK – „Es ist ein gutes Zeichen, dass bei uns so viele Veranstaltungen stattfinden, es wird aber zugleich immer schwerer Termine zu finden“, brachte Bürgermeister Robert Ilg Pro und Contra auf den Punkt. Im Kulturausschuss des Stadtrates ging es darum, was im kommenden Jahr in Hersbruck „los“ ist.

Wie immer wird der Reigen an Events mit dem Hirtentag an Dreikönig begonnen. Faschings-Rummzug, Ostersingen auf dem Michelsberg, Schaffest, die Kirchweihen (Hansgörgl, Ostbahn, Ellenbach, Altensittenbach, Stadt/Michelmühler), Sommerfest, Altstadtfest, Gitarrenfestival, Handwerkermarkt und Weihnachtsmarkt runden das gewohnte Programm ab.

Am 13. Februar wird die neue Mehrzweckhalle im Schulzentrum stilvoll eröffnet. Musiker Johannes Tonio Kreusch gestaltet zusammen mit Doris Kreusch, Cornelius Kreusch, Adam Rafferty und Carlos Barbosa Lima eine Eröffnungsgala – und unterzieht den Konzertraum gleich einmal einem Test.

Ein guter Rat

Weitere Highlights sind die Kunstmeile, die Europa-Miniköche-Citta-Slow-Tage, das große Festwochenende der Hersbrucker Feuerwehr und auch ein Schleppertreffen, das der heimische Automobilclub mit dem Bauernverband durchführen möchte. Angelika Pflaum ergänzte, dass im Februar die Kindertheatertage die Kleinen in den Bann ziehen sollen.

Bei Gerhard Kratzer stieß der an einem Juliwochenende geplante Trödelmarkt auf Beifall. Außerdem wies der Altstadtwirt auf die Fußball-Europameisterschaft ab dem 10. Juni 16 und das damit verbundene Public Viewing hin.

Der Veranstaltungskalender ist natürlich noch lange nicht komplett. Franz Benaburger regte an, Großereignisse beim Landratsamt zu melden und zu koordinieren, damit es keine Terminkollisionen gibt. Ein guter Rat, in der Praxis aber kaum zu schaffen, entgegnete Robert Ilg. Denn zum einen: Was ist groß? Und zum anderen: Wer soll im Falle des Falles einen anderen Tag suchen?

Gerhard Kratzer fragte, ob sich Hersbruck am Kaiser-Karl-Gedenken beteiligt. „Sieht schwierig aus“, sagte der Ratuhauschef. Bei den Schulen gab es keine Resonanz. Hirtenmuseumsleiterin Ingrid Pflaum hatte die Unehrbaren an der Goldenen Straße thematisieren wollen. Zu dieser Gruppe gehörten früher die Viehhüter ebenso wie Räuber und Bettler. Ohne zusätzliche Hilfe ist das aber nicht zu schaffen.

Armin Steinbauer möchte nicht mehr jedes Fest genehmigen. „Es wird langsam zuviel“, begründete er. Längst gibt es für die Zielgruppen die Qual der Wahl, was auch zu Lasten der einzelnen Veranstaltungen geht. Außerdem kostet jeder Besuch Geld. Konkret schlug Armin Steinbauer deshalb vor, die Zahl der größeren Events auf ein bis zwei pro Jahr zu begrenzen und so auch die traditionellen Geselligkeiten zu stärken.

„Ich sehe die Entwicklung ebenfalls kritisch“, gab Robert Ilg unumwunden zu. Die Mitarbeiter des Bauhofs sind oftmals in der Organisation der „Highlights“ im Hintergrund eingebunden und entsprechend belastet. Doch dagegen sprechen der Gleichbehandlungsgrundsatz und auch ein gewisser Wettbewerbsdruck. Falls Hersbruck eine Veranstaltung ablehnt, springt sehr wahrscheinlich eine Nachbarstadt ein. Letztlich setzte sich der Bürgermeister mit seiner Ansicht durch.

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