Offizielle Eröffnung

Hersbruck hat nun den Jugendtreff „K_6“

Bürgermeister Robert Ilg (links) und Diakon Jochen Tetzlaff (rechts) freuen sich mit den Ehrengästen und den Betreuern Johanna Ziegler und Harry de Boor
(vorne Mitte) über die Eröffnung des Jugendtreffs K_6. | Foto: J. Ruppert2021/10/Jugendtreff.jpg

HERSBRUCK – Bruni Schmidt vom Kreisjugendring hatte zur „Geburt“ ein Geschenk dabei: einen Workshop mit einem Graffitikünstler. Der Profi-Sprayer soll im Herbst im neuen Hersbrucker Jugendtreff mit dem Namen K_6 für Leben sorgen. „Ich hoffe, dass die jungen Menschen die Einrichtung für sich entdecken“, sagte Bürgermeister Robert Ilg bei der Einweihung.

Das K_6 heißt so, weil das Angebot im Keller des Nikolaus-Selnecker-Hauses (mit der Hausnummer sechs) neben der Hersbrucker Stadtkirche eine Heimat gefunden hat. Der Jugendtreff ist kostenlos und steht dem Nachwuchs ab zehn Jahren offen. In den Räumen können sie Musik hören, basteln, zeichnen, Freunde treffen, in den Couchecken chillen, Pfeile auf eine Dartscheibe werfen, Tischtennis oder Kicker oder Billard spielen und vieles mehr, beschreibt Birgit Meister von der Stadtverwaltung nur einige der Möglichkeiten.

Geöffnet ist das K_6 montags von 16 bis 20 Uhr und donnerstags von 16 bis 18 Uhr für Mädchen, dann bis 20 Uhr für alle Kinder und Jugendlichen ab zehn Jahre. Die Betreuung übernehmen Johanna Ziegler und Harry de Boor, die schon in Hersbruck als Streetworker tätig sind.

Lange Vorgeschichte

Robert Ilg nannte anlässlich der Eröffnung des K_6 einige Eckdaten der langen Vorgeschichte. Vor einigen Jahren gab es schon einen festen Anlaufpunkt für Mädchen und Jungen in der Hopfensiegelhalle. Das Interesse der Zielgruppe nahm allerdings ab. Deshalb setzte die Stadt auf aufsuchende Jugendarbeit und Sozialarbeit direkt an den Schulen.

Der Wunsch nach einem „ortsfesten“ Jugendzentrum wurde immer wieder laut – auch im Stadtrat. Allerdings sollte die Einrichtung möglichst in der Innenstadt liegen und nicht so weit außen. Versuche, ein passendes Objekt zu finden, scheiterten. Diakon Jochen Tetzlaff bot schließlich den evangelischen Treff „Habakuk“ an. Robert Ilg war sofort einverstanden.

Drei Partner wurden sich schnell einig: die Stadt Hersbruck, die Stadtkirchengemeinde und die Rummelsberger Anstalten, bei denen Johanna Ziegler und Harry de Boor angestellt sind. Das „niederschwellige Angebot“ ist keine Konkurrenz zu den Sportvereinen, Verbänden und Organisationen, sondern eine Freizeitergänzung und – auch wenn Hersbruck kein Problemfeld ist – eine Möglichkeit, dass junge Menschen Hilfe bei Problemen finden.

Im Herbst wird gesprayt

Robert Ilg freute sich, dass der zweite Bürgermeister Peter Uschalt, Stadträte aller fünf Fraktionen, Pfarrer Thomas Lichteneber, Hersbrucks Familienbeauftragte Sabine Sauer, Vertreter des Kreisjugendrings und Leitungskräfte der Rummelsberger Anstalten zum Beginn des Treffs gekommen waren. „Ein Zeichen der Wertschätzung“, strich der Rathauschef hervor.

Tetzlaff als „Motor“ des Projekts nannte das K_6 einen Neuanfang für eine neue Generation. Er ist zuversichtlich, dass die Hemmschwelle eines kirchlichen Gebäudes nicht zu groß ist. Für die Rummelsberger dankte Vorstandsmitglied Karl Schulz seinen Mitstreitern. Das Graffiti-Event soll übrigens in diesem Herbst stattfinden. Ziel ist zum Beispiel die Gestaltung einer mobilen Kunstwand.

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