Gremium hat sich erneuert

Hersbruck hat neuen Stadtjugendrat

Bürgermeister Robert Ilg beglückwünscht die neuen Stadtjugendräte in ihrer ersten Sitzung. | Foto: W. Sembritzki2019/05/DSC_0444.jpg

HERSBRUCK – Der Hersbrucker Stadtjugendrat (SJR) hat sich neu aufgestellt. Die zehn Mädchen und Jungen sind nach ihrer ersten Sitzung handlungsfähig.

Gewaltig drehte sich das Personalkarussell im Hersbrucker Stadtjugendrat: Alle neun Räte gingen nämlich auf einmal in den „Ruhestand“ und wurden durch zehn Neue ersetzt. Bevor das Gremium jedoch seinen Dienst antreten konnte, mussten erst einmal die Formalitäten geklärt werden.

Drei Ämter waren zu vergeben: den Vorsitz und damit die Sitzungsleitung übernimmt künftig Marvin Windhövel (Johannes-Scharrer-Realschule). Stellvertreter wurde Julian Häffner (Paul-Pfinzing-Gymnasium). Seinen Sitz bekam er erst durch den Losentscheid, nachdem es in zwei Wahlgängen zwischen ihm und Aleyna Ergün keinen Sieger gab.

Das Team komplettiert Sarah Sellnau (Geschwister-Scholl-Mittelschule Röthenbach). Sie wurde zur Internetbeauftragten gewählt und füllt künftig die Social-Media Kanäle des Stadtjugendrats auf Instagram und Facebook mit Neuigkeiten des Rats.

Präsenz zeigen

Arbeit gibt es für die Jugendlichen genug: Präsenz zeigen wollen sie bei der Gewo-Challenge und auf dem Herzschlagfestival. Des Weiteren gilt es, die Ideenkästen an den Schulen zu verwalten.

Dass die zehn neuen Räte den Aufgaben gewachsen sind, da ist sich Bürgermeister Robert Ilg sicher. Sorgen bereitet der Stadtverwaltung jedoch das sinkende Interesse am Stadtjugendrat: Immer weniger Jugendliche ließen sich demnach für das Gremium aufstellen, und auch die Wahlbeteiligung ging trotz Online-Abstimmung weiter in den Keller.

Gerade einmal zehn Prozent der Wahlberechtigten haben den letzten Urnengang im März angetreten. Ohne den neuen Mitgliedern die Stimmung vermiesen zu wollen, müsse die Nachfrage laut Ilg weiter beobachtet werden. Denn wenn das Interesse am Stadtjugendrat weiter abnimmt, müsse man sich ernsthaft überlegen, ob man ihn abschafft, so Ilg.

N-Land Wolfgang Sembritzki
Wolfgang Sembritzki