Halle für Volksmusik

ALFELD —— Bürgermeister Karl-Heinz Niebler stellte dem Alfelder Gemeinderat erstmals eine Planung über die zukünftige Nutzung des ehemaligen ,Fleischmannareals“ vor. Hierfür bedürfe es einer gewaltigen Anstrengung von Seiten der Gemeinde. Die sich ergebenden Risiken müssten genau unter die Lupe genommen werden. Allerdings sehe er auch Chancen durch das Dorferneuerungsprogramm oder Leader in ELER.

Niebler hatte einen Vorentwurf für ein mittelfränkisches Volksmusikzentrum erstellen lassen und erläuterte, ein solches Projekt habe überörtliche Bedeutung. ,Alfeld ist prädestiniert für Volksmusik“ fügte er an. Um in ein Förderprogramm zu kommen, seien aber Pläne, Konzepte und Kostenschätzungen nötig.

Geschäftsstellenleiter Stephan Krimm ergänzte, eine Gemeinschaftseinrichtung nur für die Gemeinde könne nur durch die Dorferneuerung gefördert werden. Bei überörtlicher Widmung könnten dagegen auch Mittel aus Leader in ELER erhalten werden. Gemeinderat Georg Maul (CSU) sah eine Grobplanung als Grundvoraussetzung dafür, einen Anhaltspunkt über die Finanzierbarkeit des Projektes zu erhalten.

Anhand eines an der Wand angebrachten Planes erläuterte Bürgermeister Niebler Details. So sollte eine Verbindung zur Schule geschaffen werden. Die Heizung im Schulgebäude sei marode, eine Hackschnitzelheizung könnte beide Häuser versorgen. Auch könnten von der Schule Räume genutzt werden. In den Kellerräumen sieht er eine Möglichkeit, Sozialräume für die Gemeindearbeiter und den Bauhof unterzubringen. Der Zugang zur Halle sollte über die Bauernwiese erfolgen, wo auch genügend Flächen für Parkplätze zur Verfügung stünden. Insgesamt habe die Halle eine Größe von 25 auf 13 Metern, wobei die Festhalle im Erdgeschoss Platz für 200 Personen bieten soll. Hier sollen auch eine Küche, ein Schank- und ein Lagerraum untergebracht werden.

Im Augenblick sei er bereits dabei, Angebote einzuholen, setzte Bürgermeister Niebler seine Ausführungen fort. In etwa vier bis sechs Wochen sollten die Kostenvoranschläge vorliegen. In der heutigen Sitzung gehe es vor allem darum, ein o.k. vom Gremium zu bekommen, damit weitere Aktivitäten nicht sinnlos seien.

Rudi Weiß (Wählergemeinschaft Bürgerforum Alfeld) lobte die Planung Nieblers. Diese Art von Planung sei schon seit einigen Jahren Wunsch der WBA. Gut fände er den Standort bei der Schule, damit die Halle auch von der Schule genutzt werden könne. Sein Gemeinderatskollege Georg Maul sah die Option, den Bau in mehreren Abschnitten zu realisieren. Wichtig sei seiner Meinung vor allem der Ausbau des Veranstaltungsraumes. Ein Dachausbau könne ruhig hinten anstehen. Zu Bedenken gab Stefan Strauß (WBA), dass an die Wirtschaftlichkeit der Halle gedacht werden müsse.

Die bereits vom Gemeinderat beschlossenen Maßnahmen zur Dorferneuerung 2009 wurden mit dem Amt für ländliche Entwicklung abgestimmt. Für die geplanten Parkplätze im hinteren Bereich des Pirner-Areals muss die Gemeinde die Rasengittersteine selbst anschaffen. Mit Mitteln der Dorferneuerung wird die Ortsdurchfahrt Kauerheim nach der Kanalbaumaßnahme wiederhergestellt. Einer Teerung der Zufahrt zur Wetzlasmühle hat nun auch die Naturschutzbehörde am Landratsamt zugestimmt. Bei der Wetzlasmühle soll auch eine Straßenbeleuchtung installiert werden. Weitere zwei Lampen sollen bei den Anwesen Windsheimer und Linhard in der Hersbrucker Straße aufgestellt werden.

Kerstin Rösel

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