Einrichtung weitet Angebot aus

Eine Oase – für die eigene Heimat

Noch im Januar waren vier Mitarbeiter der Oase in Hunedoara (Rumänien). | Foto: Oase2020/03/Bild-1-vier-Helfer-in-Hunedoara-OASE.jpg

HERSBRUCK – Die Oase in Hersbruck hilft bereits seit über 30 Jahren Menschen, die in Not geraten sind. Aufgrund der aktuellen Lage zum Coronavirus möchte sie mit Leiterin Hanni Feldhoff auch vor Ort in Hersbruck die Unterstützung ausweiten.

Die Oase mit ihren vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern bietet normalerweise in den Räumlichkeiten der evangelisch-freikirchlichen Gemeinde (Mühlstraße 21) immer Donnerstag am Vormittag ein Frühstückscafé an, heißt es in der Pressemeldung. An diesem Wochentag öffnet im gleichen Gebäude die Kleider-Oase ganztätig ihre Türen. Hier können Bedürftige aus der Region Kleidung und andere Notwendigkeiten des täglichen Lebens kostenfrei erhalten – normalerweise, aber in Zeiten von Corona ist vieles anders.

Laster bleiben stehen

„Als in Bayern der Katastrophenfall ausgerufen wurde, haben wir uns schweren Herzens dazu entschlossen, das Café und die Kleider-Oase vorerst auf unbestimmte Zeit zu schließen. Wo viele Menschen zusammentreffen und Gemeinschaft wie in einer großen Familie gelebt wird, ist Abstandhalten leider schwer möglich,“ erläutert Feldhoff. Auch die anderen üblichen Hilfsleistungen ins osteuropäische Ausland, wie der Transport von Kleidung, Möbeln und Alltagsgegenständen, sind auf unbestimmte Zeit verschoben.

Mitarbeiter Thomas Maul beschreibt die aktuelle Situation: „Im Januar und Februar brachten unsere Mitarbeiter mit sechs Lastern Hilfsgüter nach Osteuropa. Obwohl schon zwei Auflieger fertig beladen bei uns stehen, müssen wir leider abwarten, wie sich die Situation in den Empfangsorten und an den Grenzen ändert.“ Die Oase helfe aber weiter bei Ämtern, bei Schülernachhilfe und in persönlichen Notlagen.

Solidarität geht weiter

Denn trotz Coronavirus setzen Hanni Feldhoff und ihre vielen Mitarbeiter weiter auf Solidarität und Gemeinschaft. „Wir möchten gerade in dieser schweren Zeit unseren älteren Mitmenschen und Vorerkrankten jeden Alters unsere Hilfe anbieten, damit sie zu Hause bleiben können. Haben Sie keine Hemmungen, rufen Sie uns an“, sagt Feldhoff voller Elan.

Bei diesem Angebot seien alle möglichen Dienstleistungen des Alltags gemeint: Lebensmittel und Drogerieartikel einkaufen, Rezepte beim Arzt abholen, Medikamente in der Apotheke besorgen, Fahrten zum Arzttermin.
Unter folgenden Telefonnummern wird die Hilfe koordiniert: 
Familie Feldhoff, 09151/82080;
Hanni Feldhoff, 0157/35718634;Thomas Maul, 0173/3965601.

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