Doktorspiele

Der Schalk und neuerdings Dr. art. Gerhard Loos schreibt zu seinen Würsten fürs August-Blatt: „Nachdem er die Fleischhauerprüfung erfolgreich bestanden hatte, studierte er und wurde Dr. mett.“2011/12/5_2_3_2_20111209_WURST.jpg

HERSBRUCK (gz) — Als sich die Grafiker der Hersbrucker Bücherwerkstätte im Sommer auf ihr Thema für den Kalender 2012 einigten, konnten sie nicht ahnen, dass Karl-Theodor zu Guttenberg ihnen für die kommenden zwei Samstage des Kalenderverkaufs zu unerwarteter Popularität verhelfen würde. Selten war ein Kalender so tagesaktuell. Er heißt Doktor-Arbeit und ist diesmal nur von Voll-Habilitierten verfasst, die sich ihren Titel ehrlich verdient haben.

Was Woldemar Fuhrmann, Michael Gölling, Thomas Lunz, Dan Reeder, Tim Reger und Günther Tobisch aus dem Aufreger des Jahres um den (vorerst) gescheiterten Baron gemacht haben, können sich die Fans der traditionellen schwarzen Druck-Kunst vorstellen. Hohn und Spott auch für Dottore Berlusconi und seine „Doktorspiele“ (nicht jugendfrei), aber auch für Dr. Norbert Blüm („Die Renten sind sicher“).

Den tollen Kalender kann man diesen und nächsten Samstag vor Ort am Mauerweg 17a bei Glühwein und Plätzchen erwerben (80 Euro, aber nur 160 Exemplare) — oder zumindest durchblättern.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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