Kirchbauverein zur Erhaltung der Stadtkirche gegründet

Der Zahn der Zeit nagt an der Stadtkirche

Die Kirche muss an einigen Stellen restauriert werden, wie große Risse an der Decke über der Empore zeigen. | Foto: M. Wildner2016/10/Riss.jpeg

HERSBRUCK – Hersbruck feiert Kirchweih – immer am dritten Sonntag im Oktober. Denn an diesem Tag wurde im Jahre 1738 die Stadtkirche eingeweiht – und genau die braucht jetzt Hilfe. Die Farbe der Ölberggruppe an der Außenwand ist schon lange verblichen, der Stuck über der ersten Empore bröckelt ab und große Risse ziehen sich über die Decken. Hinzu kommen Feuchtigkeitsschäden an mehreren Stellen im Gebäude. „Die Kirchengemeinde kann langfristig nicht für die Instandsetzung aufkommen. Deshalb haben wir uns entschlossen, einen Verein ins Leben zu rufen, um unsere Kirche auch für zukünftige Generationen in einem guten Zustand zu erhalten“, sagt Vorstandsvorsitzender Dietrich Kappler.

Im April dieses Jahres gründete sich deshalb der „Kirchbauverein der Stadtkirchengemeinde Hersbruck“. Das Gotteshaus wurde seit seiner Entstehung im elften Jahrhundert mehrmals erweitert und umgebaut. Allein nach Ende des zweiten Weltkrieges investierte die Kirchengemeinde mehr als 1,3 Millionen Euro in die Sanierung. Nur durch Spenden und Fördermittel konnte diese realisiert werden, und darauf setzt jetzt auch der neu gegründete Verein: „Bis jetzt haben wir schon 3000 Euro Spenden erhalten“, so Kappler. Dass der Verein eine lohnende Aufgabe übernimmt, weiß auch der zweite Vorsitzende Gerhard Lenz: „Die Kirche prägt das Stadtbild ganz besonders. Die Fördergelder werden ausschließlich für das Gebäude verwendet und nur für dessen Erhaltung eingesetzt.“ Die Arbeit des Vereins komme natürlich auch der Kirchengemeinde zu Gute: Durch die finanzielle Absicherung könne die sich auf andere wichtige Projekte konzentrieren.

N-Land Marina Wildner
Marina Wildner