GPS-Referenzpunkt in Hersbruck

Damit Sie wissen, wo Sie stehen

Hoch interessiert: Robert Ilg, Armin Kroder und Ernst Grünbeck (v.l.) wollen nach der Enthüllung wissen, wie genau das GPS-Signal ihres Smartphones ist. | Foto: W. Sembritzki2019/07/DSC_1080.jpeg

HERSBRUCK – Nicht immer ist auf das Ortungssystem im eigenen Smartphone Verlass. Standortdienste arbeiten bisweilen ungenauer, als erwartet. Vor der Fackelmann-Therme lässt sich jetzt herausfinden, wie ungenau.

„Wo bist du?“, schreibt der Freund. „Moment, ich schicke einen Standort“, ist die Antwort und dann kommt lange Nichts. Der Dienst tut seinen Dienst nicht. Die Mobilfunkriesen haben zwar ihre Handys mit GPS ausgestattet, doch die Systeme haben gerade in entlegeneren Gegenden so ihre Schwächen.

Deshalb steht nun auf dem Vorplatz der Fackelmann-Therme ein neuer sogenannter geodätischer Referenzpunkt, den der Präsident des Landesamtes für Digitalisierung, Wolfgang Bauer, gemeinsam mit Bürgermeister Robert Ilg, Landrat Armin Kroder und Amtsleiter Ernst Grünbeck enthüllte. Hier kann nun jeder die Genauigkeit seines GPS-Systems kostenlos überprüfen. Der Referenzpunkt stellt die Verbindung zwischen dem weltweiten Koordinatensystem und einem Punkt auf der Erdoberfläche her. „Das passt zu Hersbruck mit Blick auf den Tourismus“, meint Landrat Armin Kroder.

Der „ideale Standort“

GPS-Empfänger finden bei Wanderern, Auto- oder Fahrradfahrern als Navigationshilfe ihre Anwendung. Daher ist „das Freizeitgelände, zu dem neben der Therme auch der Städtische Rosengarten gehört, ein idealer Standort für den Referenzpunkt“, wird Heimat- und Finanzminister Albert Füracker, der zur Einweihung nicht anwesend sein konnte, in einer Mitteilung des Ministeriums zitiert. Daneben verweist er auf den Paneuropa- und Fünf-Flüsse-Radweg.

Geodätische Referenzpunkte werden derzeit in allen 71 bayerischen Landkreisen errichtet, um sogenannte weiße Flecken von GPS-Empfängern zu tilgen. In Hersbruck steht Nummer 66.

N-Land Wolfgang Sembritzki
Wolfgang Sembritzki