Markus Söder eröffnet Plattform auf Burg Veldenstein

Burg noch attraktiver

Markus Söder überzeugt sich mit Bürgermeister Josef Springer von der schönen Aussicht, die die neue Plattform nun allen Burgbesuchern bietet. Foto: K. Möller2014/09/5_2_1_2_20140908_BURG.jpg

NEUHAUS — Mit der feierlichen Eröffnung der neuen Aussichtsplattform auf der Burg Veldenstein ist am Sonntag ein offizieller Schlussstrich unter die Sicherungs- und Reparaturarbeiten aufgrund des Felssturzes Ende Mai des vergangenen Jahres gezogen worden. Mit einem Schnitt durch das rot-blaue Band gab der Hausherr der Burg, der Bayerische Finanzminister Dr. Markus Söder, die neue Attraktion der Neuhauser Burg frei. Der erfreuliche Anlass gab auch Gelegenheit, noch einmal allen zu danken, die mit ihrem umsichtigen und entschlossenen Handeln die Naturkatastrophe zu einem guten Ende führten.

Nach der feierlichen Einstimmung durch die Musikkapelle Neuhaus galt der besondere Gruß von Bürgermeister Josef Springer dem bayerischen Finanzminister Dr. Markus Söder, mit dem auch seine CSU-Parteikollegen MdB Marlene Mortler, MdL Norbert Dünkel und MdL a.D. Kurt Eckstein zur Einweihung der Aussichtsplattform ins obere Pegnitztal gekommen waren. Seine Grüße richtete Springer auch an alle Vertreter der an den Rettungseinsätzen sowie an den Sicherungsarbeiten beteiligten Hilfskräften und Baufirmen. Zudem freute er sich über die Abordnungen der Staatlichen Bauämter, über seine Kollegen vom komplett erschienenen Marktgemeinderat sowie über vom Felssturz unmittelbar betroffene Anwohner aus der Plecher Straße.

Bürgermeister Springer erinnerte noch einmal an die Schreckensnacht am 28. Mai des letzten Jahres, in der das sonst geregelte Leben in Neuhaus erheblich durcheinander gewirbelt wurde. Für eine derartige Katastrophe habe die Gemeinde keine Blaupause in der Schublade. Umso erstaunlicher, wie umsichtig und zielsicher die Rettungskräfte nach der ersten Risikoanalyse agierten.

Den freiwilligen Feuerwehren aus Neuhaus und Umgebung sowie aus Hersbruck gelte daher seine höchste Anerkennung und sein Dank. Ebenso den Rettungsdiensten von der ASB, dem THW Nürnberger Land und der Polizeiinspektion Hersbruck. Große Hilfe kam auch vom Landratsamt und natürlich von seinen Mitarbeitern im Rathaus.

In Abstimmung mit dem Denkmalschutz wurde die abgestürzte Burgmauer durch eine 8,5 mal 6 Meter große Aussichtsplattform ersetzt. Den Entwurf für die Stahlkonstruktion mit einem Geländer aus Cortenstahl lieferte das Hersbrucker Architekturbüro Atelier 13, dem mit der Plattform eine Integration zeitgemäßer Baukunst mit einem mittelalterlichen Gebäude gelungen ist.

„Burg Veldenstein ist ab sofort wieder geöffnet – mit neuer Aussichtsplattform“, meinte Finanzminister Dr. Markus Söder zu Beginn seines Grußwortes. Er freue sich dabei zu sein, zumal er noch unter dem Eindruck seines Neuhausbesuchs am Tage nach dem Felssturz stehe. Das hätte alles viel schlimmer ausgehen können. Spontan habe er noch vor Ort den betroffenen Bürgern Hilfe aus der Fluthilfe zugesagt. Die betroffenen Familien wurden dann mit insgesamt 80.000 Euro unterstützt.

Das Ereignis habe gezeigt, was in Notzeiten alles möglich sei. Beispielhaft sei das Verhalten aller Hilfskräfte gewesen. Die ehrenamtlichen Helfer seien die eigentlichen Helden dieser Tage gewesen. Ihnen gebühre sein besonderer Dank. Zudem sei ihm die zügige Wiedereröffnung des Wahrzeichens von Neuhaus ein besonderes Anliegen gewesen.

Rund eine Million Euro habe der Freistaat dafür bereitgestellt: 780.000 Euro für die Hangsicherung und 280.000 Euro für die Aussichtsplattform. Die Burg Veldenstein könne nun künftig wieder für Touristen und Naherholungssuchende als ein Freizeitort genutzt werden.

Diese Maßnahmen, so Söder, seien ein Beleg dafür, dass der Freistaat nicht nur in die Schlösser Ludwigs, sondern auch in kleine Burganlagen Geld investiere. Damit würde auch der Förderung des ländlichen Raumes Rechnung getragen. Damit die Burg Veldenstein schnellstmöglich ihre Bedeutung für den regionalen Tourismus zurück erhalte, werden weitere Sicherungsmaßnahmen auf dem Burggelände folgen. Zudem werde derzeit an einem Konzept für die künftige Nutzung der Anlage gearbeitet. Vier Millionen Euro sollen in die kommenden Haushalte eingestellt werden, um die Burg für Touristen attraktiv zu gestalten, die dann auch Geld in Neuhaus lassen würden.

Nach Segnung der Plattform durch Pfarrer Johannes Nickl tat Söder mit der offiziellen Freigabe der Aussichtsplattform den ersten Schritt in die neue Zukunft der Burg, der mit dem Durchschneiden des rot-blauen Bandes symbolisiert wurde. Bürgermeister Springer und zahlreiche Gäste assistierten dem Finanzminister, um sich mit einem Schnipsel des Bandes ein Erinnerungsstück an diesen für Neuhaus glücklichen Tag zu sichern.

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