Sitzung des Tourismusvereins Hersbrucker Schweiz

Beliebte Stadtführungen

Bruno Schmidt (links) überreicht Werner Heger Präsente, der sich 14 Jahre lang als Stadtführer verdient gemacht hat. | Foto: S. Camin2016/10/7468788.jpeg

HERSBRUCK – Bei seiner Jahreshauptversammlung zog der Tourismusverein Hersbrucker Schweiz eine gemischte Bilanz: Rückläufige Übernachtungszahlen auf der einen Seite, dafür erfreuen sich die Stadtführungen auf der anderen Seite einer großen Nachfrage. Ein großes Projekt für das kommende Jahr ist das neue Wanderleitsystem, bei dem die bestehenden Wanderwege komplett neu ausgeschildert werden.

„Uns fehlen Quartiere“, brachte der Vereinsvorsitzende Bruno Schmidt die Ursache für die rückläufigen Übernachtungszahlen auf den Punkt. Dies sei auch der Grund, weshalb die meisten Touristen nur Tagesgäste seien. Wer allerdings in Hersbruck und Umgebung übernachtet, dem gefällt es hier, so Schmidt.

Plus bei Stadtführungen

Erfreulicher als die Übernachtungszahlen sind die Stadtführungen: Während im gesamten Jahr 2015 1000 Personen an 46 Stadtführungen teilgenommen haben, waren es heuer bis Ende September bereits über 1500 Menschen bei knapp 60 Führungen; wobei die sonntäglichen (dieses Jahr: 30) hier nicht eingerechnet sind.

Auf einen erfahrenen Stadtführer muss der Verein in Zukunft allerdings verzichten, denn Schmidt hat Werner Heger nach 14 Jahren in den Ruhestand verabschiedet. Abstriche wird es bei den Stadtführungen dennoch nicht geben: Die Sonderführungen in der Weihnachtszeit finden auch heuer samstags statt; und auch die Turmführungen am Sonntagabend werden wieder angeboten.

Und auch sonst war der Verein rührig: 1700 Kilometer Rundwanderwege haben Vereinsmitglieder in diesem Jahr in der Hersbrucker Schweiz neu markiert. Nächstes Jahr geht es weiter, wenn rund 40 Schilder als Wanderwegweiser aufgestellt werden, auf denen dann auch Fernwanderwege wie der Frankenweg oder die Goldene Straße erwähnt sein werden. Um die Kosten von 7500 Euro nicht komplett selbst tragen zu müssen, sucht der Verein Sponsoren; auch Bürgermeister Robert Ilg will sich bei der Suche einbringen.

Spannend dagegen bleibt die Frage, wie es mit dem Schäufeleführer für die Hersbrucker Schweiz weitergeht. Er wird in abgewandelter Form erscheinen – mehr wurde bisher nicht offiziell verraten, laut Schmidt beraten sich die Vorstände noch.

Hersbrucks Alt-Bürgermeister Wolfgang Plattmeier brachte noch einen bizarren Punkt ins Spiel: Während Spenden bei der Einkommensteuerabrechnung vom Finanzamt anerkannt werden, sind Mitgliedsbeiträge in der Regel nicht absetzbar – und er muss es wissen, denn er ist Mitglied in 40 Vereinen. Schmidt wollte in dieser Angelegenheit den Leiter des Hersbrucker Finanzamts, Wolfgang Löwe, kontaktieren.

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