Anstich in Mittelfranken

Bei der Königin Bayerns Spargelsaison eröffnet

Königlicher Beistand für den Minister beim offiziellen Spargelanstich gestern in Schwabach, mit dem die bayerische Spargelsaison 2015 eröffnet wurde.2015/04/Spargelanstich_1.jpg

NÜRNBERGER LAND – Der Umgang mit Ministern ist für Werner Wolf, den Leiter des Amtes für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten in Roth/Hersbruck an sich nichts Besonderes, aber der gestrige Besuch von Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in seinem Amtsbereich erfüllte ihn mit besonderem Stolz. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner war nach Schwabach gekommen, um zusammen mit der Fränkischen Spargelkönigin Miriam Adel auf deren elterlichem Betrieb mit dem Anstich offiziell die Spargelsaison 2015 für ganz Bayern zu eröffnen.

Bis Johanni (24. Juni) gibt es nun das beliebte Edelgemüse frisch auf den Tisch. „Der Spargel ist das Paradebeispiel eines regionalen und saisonalen Produkts“, betonte der Minister und nannte die kurzen Wege vom Feld zum Verbraucher einen „unschlagbaren Vorteil“ des bayerischen Spargels, weil sie für ein Höchstmaß an Frische und Qualität sorgten.

2014 wurde in Bayern auf rund 2500 Hektar Spargel erzeugt, im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um sieben Prozent. Hinzu kommen noch 500 Hektar Junganlagen, die noch keinen Ertrag bringen. Die durchschnittliche Erntemenge lag im vergangenen Jahr bei 6,2 Tonnen pro Hektar. Insgesamt wurde im Freistaat eine Rekordernte von 15.226 Tonnen eingefahren.

„Jede Region ist mir gleich wichtig“, betonte der Minister, der jedes Jahr ein anderes Anbaugebiet für den offiziellen Startschuss der Saison auswählt. „Spargel gehört zu Bayern wie der weiß-blaue Himmel, das Bier und der Frankenwein“, betonte Brunner und deswegen freue es ihn besonders, dass die Bezeichnung „Fränkischer Spargel“ seit 2013 in das europäische Herkunftsregister eingetragen ist und deswegen EU-weiten Schutz genießt.

Dies würdigte auch Herbert Höfler, Vorsitzender des Spargel-Erzeugerverbandes Franken, ganz besonders und nannte Regionalität, Frische und kurze Wege als entscheidende Vorzüge für den fränkischen Spargel.

Auf dem elterlichen Betrieb der Spargelkönigin wird seit 1985 auf zwölf Hektar (gesamte landwirtschaftsliche Nutzfläche 132 Hektar) neben dem traditionellen Bleichspargel auch Grünspargel in kleineren Mengen angebaut. Umweltbelastende Heizungen oder ähnliches sind auf dem Betrieb verpönt.

„Spargel ist ein Saisonerzeugnis und dabei soll es bleiben“, meint Betriebsinhaber Herbert Adel.

Und nach der „Arbeit“ auf dem Spargelfeld erwartete die Gäste, unter ihnen auch Regierungspräsiddent Dr. Thomas Bauer und BBV-Vizepräsident Günther Felßner, im Domizil des Landwirtschaftsamtes in Roth ein Hochgenuss an köstlichem Spargel in den verschiedensten Variationen.

Mit der Spargelkönigin Miriam Adel hoffen nun alle auf „viel Sonne und den notwendigen Regen“ damit genuss- und erfolgreichen Spargelwochen nichts mehr im Wege steht.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl