Demo fürs Krankenhaus

„Aufstehen und kämpfen“

Horst Vogel setzt sich für das Hersbrucker Krankenhaus ein. | Foto: K. Bub2018/01/8717711.jpg

HERSBRUCK – Am Sonntag, 4. Februar, findet um 16.30 Uhr auf dem Oberen Markt eine Kundgebung zum Erhalt des Hersbrucker Krankenhauses statt. Horst Vogel, der 2017 eine Unterschriftenaktion gegen die Schließung des Krankenhauses initiierte, ruft nun alle Unterzeichner von damals auf, zur Demo zu kommen.

Über 10 000 Bürger haben vergangenes Jahr bei Ihrer Unterschriftenaktion mitgemacht. Was wollen Sie denen heute sagen?
Horst Vogel: Kommt alle am 4. Februar um 16.30 Uhr zu einer friedlichen Kundgebung auf den Marktplatz in Hersbruck. Außerdem sind alle Gemeinden mit ihren Bürgern, die Feuerwehren, Rettungsdienste, alle Vereine und Organisationen im Nürnberger Land aufgerufen, sich an der Demo zu beteiligen. Helft alle, unser Krankenhaus zu retten.

Gibt es denn für den Patienten Krankenhaus noch Hoffnung oder sind da nicht längst alle Würfel gefallen?
Wir müssen alles probieren. Zu verlieren haben wir nichts. Und je mehr Bürger zur Kundgebung kommen, desto stärker ist unsere Stimme und desto eher muss uns die Politik zur Kenntnis nehmen.

Warum ist es Ihnen so wichtig, das Krankenhaus zu erhalten?
Wir haben viele Seniorenheime hier. Gerade die älteren Menschen sind auf das Hersbrucker Krankenhaus angewiesen. Genauso wie die Landbevölkerung. Von Hersbruck aus mögen Sie schnell in Lauf sein, aber was ist mit den Menschen in so kleinen Ortschaften wie Treuf oder Kreppling? Von dort ist der Weg nach Lauf lang. Und wenn das Krankenhaus in Hersbruck erst einmal geschlossen ist, dann wandern auch die Ärzte von hier ab. Das dürfen wir nicht zulassen. Es ist unsere Heimat. Wir müssen aufstehen und kämpfen.

N-Land Katja Bub
Katja Bub