Mitgliederversammlung DAV Hersbruck

Auch Alpverein gegen Autobahnausfahrt

Bernd Lindner vom Projektteam Kletterhalle berichtete über den aktuellen Stand der Planungen. Sein größter Wunsch: auf der nächsten Mitgliederversammlung 2018 (endlich) über den laufenden Betrieb der Halle sprechen zu können. | Foto: privat2017/03/DAV.jpeg

KÜHNHOFEN – Nach einer Reihe von Bürgern aus Kainsbach und Schupf und dem Bund Naturschutz (wir berichteten) spricht sich nun auch der DAV Hersbruck gegen die geplante neue Ausfahrt an der A 6 bei Traunfeld aus. Zweites großes Thema bei der Jahreshauptversammlung des Alpenvereins war die Kletterhalle.

DAV-Mitglied Heinz Bremstahler stellte den Antrag, die Sektion möge sich gegen den geplanten Autobahnanschluss an der A 6 bei Traunfeld aussprechen. Die Beeinträchtigung des dortigen Erholungsraumes, der Flächenverbrauch und der befürchtete „Schleichweg“ zur Anschlussstelle Hormersdorf der A 9, um Maut zu sparen, mit all seinen Konsequenzen für die betroffenen Orte würden nicht zur Gesundheitsregion Hersbruck passen, sagte er. Die 44 anwesenden Mitglieder nahmen den Antrag ohne Gegenstimme an.

Für das Projektteam Kletterhalle berichtete Bernd Lindner über den aktuellen Stand. Die Baugenehmigung liegt vor und beinhaltet auch die vom Verein gewünschten Betriebszeiten. Der Hauptverband in München hat einen höheren Zuschuss bewilligt und die ersten Ausschreibungen für den Bau und die Kletterwände wurden versandt. Die Rückläufer zeigen, dass die Architekten Marion und Klaus Stocker mit ihren Kostenschätzungen richtig lagen. Die einzelnen Teams für die Ausstattung, Einrichtung und den späteren Betrieb sind äußerst aktiv.

Einzig der Antrag des Vereins auf Leader-Förderung bereitet trotz sehr positivem LAG-Beschluss (wir berichteten) und vorherigen Absprachen mit dem zuständigen Stellen noch Probleme, weil seit dem vergangenen Herbst noch neue Richtlinien erarbeitet werden. Noch im März solle nun endlich der formelle Antrag gestellt werden können und – unterstützt durch die örtliche Politik – im Mai bewilligt sein. Diese Verzögerung sei in Anbetracht der momentanen Baukonjunktur höchst unerfreulich, so Lindner.

Eine Woche vor der Versammlung hatte die Sektion ihr 2000. Mitglied begrüßt. Damit habe sich die Zahl der Mitglieder seit 2013 um zirka 500 erhöht, berichtete Sabine Pawelke.

Schatzmeisterin Elisabeth Begert konnte unter anderem aufgrund gestiegener buchhalterischer Kosten für den normalen Geschäftsbetrieb des Jahres 2016 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis verkünden. Gleichtzeitig wünschte sie sich einen sparsameren Umgang mit den finanziellen Ressourcen. Das Vereinsvermögen sei durch die Spenden für die Kletterhalle weiter gestiegen, wenngleich hier das angestrebte Ziel knapp verfehlt wurde.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war auch die Beitragserhöhung zum 1. Januar 2018. Sie ist notwendig, weil seit 1. Januar des laufenden Jahres auch höhere Abgaben an den Hauptverband zu leisten sind. Der Sektion würden ohne die Erhöhung bei einem A-Mitglied nur noch 38 Prozent des Beitrages verbleiben. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
Hersbrucker Zeitung