HC Hersbruck siegt über Buckenhofen II

Abwehr als Prunkstück

Der siebenfacher Torschütze „Johnny“ Fabry brachte die Buckenhofener Abwehr mit seinem kompromisslosen Spiel ein ums andere Mal in Bedrängnis. | Foto: Porta2018/01/8737786.jpeg

HERSBRUCK – „Vielleicht um das eine oder andere Tor zu niedrig“, merkte Trainer Axel Dannhäuser nach dem Spiel an. Mit 24:20 war den Handballern des HC Hersbruck zuvor verdientermaßen die Revanche gegen die Reserve des Bezirksoberligisten SV Buckenhofen geglückt.

In der Tat hatte man zu fast keinem Zeitpunkt den Eindruck, dass diese zwei Punkte nicht im Sportzentrum bleiben würden. Hatte man in der Vorrunde häufig noch in den letzten zehn Minuten des Spiels sicher geglaubte Siege hergeschenkt, war diese Partie bereits in der 51. Minute nach einem Treffer von Elias Thiel zum Zwischenstand von 22:15 entschieden.

Beide Mannschaften wussten, um was es ging. Demzufolge begannen sie die intensive Partie bis in die Haarspitzen motiviert. Die Abwehrreihen standen kompakt, und bis zur 16. Minute war es ein ausgeglichenes Hin und Her, ehe sich die Hersbrucker nach einem kurzen Zwischensprint auf 10:7 absetzten.

Erneut war es Elias Thiel vom Kreis, dem die 60 Minuten aus seinem A-Jugend-Spiel zuvor nicht anzumerken waren. Zwar konnte Hersbruck den Drei-Tore-Vorsprung nicht ganz halten, jedoch ging die Heimmannschaft mit 12:10 in die Kabine.
Intensität hochhalten, geduldig vorbereiten und dahin gehen, wo es weh tut – so die Devise des Trainers für die zweite Halbzeit. Allerdings war an diesem Abend die Abwehr das Prunkstück des HC. Dank einer glänzenden Innenblockarbeit unter Führung von Spielmacher Chris Farr kam der Rückraum der Buckenhofener weitestgehend nicht zur Entfaltung. Zudem erwischten die Torhüter Konstantin Stein und Alex Vogel gerade in der zweiten Halbzeit überdurchschnittliche Tage, gleich etliche sichere Torchancen der Gäste entschärften sie.

Schlendrian im Angriff

Im Angriff hingegen schlich sich ein leichter Schlendrian ein – etliche freie Chancen aus Gegenstößen ließ das Heimteam aus. Allerdings war der Torwart der Buckenhofener zweifelsfrei der stärkste Mann auf der Platte.
Bemerkenswert war die Fairness im Spiel des HC: Es gelang das Kunststück, keine einzige Zwei-Minuten-Strafe zu kassieren, obwohl die Herren ständig intensiv am Mann arbeiteten. Schnell waren die Füße, Lücken wurden zugeschoben, den Rest erledigten die Torhüter. So war es für die souverän pfeifenden Schiedsrichter ein weitgehend ruhiger Abend.

Nicht mehr wegzudenken auf Halblinks ist Jonathan Fabry: Wieder warf er sieben Tore, davon fünf aus dem Spiel, und war mit seinen kompromisslosen Stößen in die Lücken ständiger Gefahrenherd für die Buckenhofener Abwehr.
Die Wochen der Wahrheit sind für die Schützlinge von Axel Dannhäuser angebrochen. Diese erste Aufgabe lösten sie und sie sich damit auch vom Tabellenende. Es folgt am kommenden Wochenende das schwere Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn Erlangen Niederlindach. Die Hersbrucker erwartet eine Mannschaft auf Augenhöhe, die ihren Tabellenplatz verteidigen will. Es gilt, das Momentum mitzunehmen und den Aufwärtstrend zu festigen.

HC Hersbruck: Lorenz (2/1), Dannhäuser, Fabry (7/2), Utz (3), Rauh (2), Zinner, Thiel (2), Donhauser, Farr (2/2), Vogel, Schmidt (4), Kellner P. (1), Raum F. (1).

N-Land Hersbrucker Zeitung
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