Nach Ostern

Hausärzte erhalten Biontech-Impfstoff

Hausärzte wie der Neunkirchener Bastian Jedlitschka erhalten Anfang April bis zu 50 Dosen des Biontech-Impfstoffs pro Woche. | Foto: Kirchmayer2021/03/Bastian-Jedlitschka-Arzt-Neunkirchen-2-Impfung-Corona-kir-scaled.jpg

Nürnberger Land – Lange hieß es, der auf mRNA basierende Impfstoff von Biontech sei zu instabil, um in Hausarztpraxen verimpft zu werden. Nun hat das bayerische Gesundheitsministerium angekündigt, dass auch dieses Vakzin ab Ostern in Praxen zum Einsatz kommen wird.


Die Impfungen in den Praxen der niedergelassenen Ärzte sollen in Bayern schon am 31. März starten. Geplant ist, dass für die ersten Impfungen Impfdosen von AstraZeneca über die Apotheken an die Ärzte ausgeliefert werden“, heißt es in einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Pegnitz-Zeitung.

Weitere Impfstoffe sollen folgen

„In der Woche nach Ostern werden Praxen über den Großhandel durch die Apotheken mit Impfstoff beliefert, der (…) vom Bund zur Verfügung gestellt wird. Zunächst soll dies der Impfstoff von Biontech sein“, so eine Behördensprecherin. In den folgenden Wochen sollen weitere Impfstoffe, darunter jener von AstraZeneca, hinzukommen.


Lagerung und Transport des Impfstoffs von AstraZeneca erfolgten bei + 2 bis + 8 Grad Celsius, wie es auch bei anderen Impfstoffen üblich ist. Die Verteilung dieses Impfstoffs über die Apotheken sei bereits etabliert.

Eine Arbeitswoche im Kühlschrank


Der Impfstoff der Firma Biontech werde hingegen vom Hersteller ultra­tiefgekühlt angeliefert. „Er ist nach Entnahme aus der Ultratiefkühlung für 120 Stunden (also fünf Tage lang, Amn. d. Red.) bei + 2 bis + 8 Grad Celsius haltbar.“ Die laut Zulassung erlaubten Gesamttransportzeiten seien begrenzt, zudem sei der Impfstoff erschütterungsempfindlich und stelle somit höhere Anforderungen.


Bereits in der vergangenen Woche nahmen acht Hausärzte im Landkreis, darunter der Neunkirchener Bastian Jedlitschka, an einem Modellversuch teil. Sie erhielten je zehn Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca für ihre Patienten. Nun können die Praxen zunächst bis zu 50 Impfdosen von Biontech pro Woche bestellen, so Jedlitschka.

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