Hartensteiner feiern ihre Dorferneuerung

Vier hübsche Orte

Auf dem Bild ist zu sehen, wie die Bürger in Grünreuth mit einem Gottesdienst im Freien und einem Dorffest den Abschluss ihrer Dorferneuerung feierten. Foto: A. Tauber2012/09/5_2_1_2_20120919_ORTE.jpg

GRÜNREUTH — Im Rahmen eines Gottesdienstes mit anschließendem kleinen Dorffest feierten die Hartensteiner Gemeindeteile Grünreuth, Großmeinfeld, Kleinmeinfeld und Loch den Abschluss ihrer Dorferneuerungen. „Ich bin froh darüber, dass die meisten Bürger die Baumaßnahmen als Zukunftsinvestitionen und Chance zugleich gesehen haben und die Baustellen verständnisvoll begleiteten“, zeigte sich Bürgermeister Werner Wolter sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Zuvor ging auch Pfarrer Christian Simon von der evangelischen Kirchengemeinde Velden in seiner Predigt auf die Dorferneuerung ein. „Schön, dass sich Bürger engagieren, damit ihr Dorf lebendig bleibt“, sagte der Geistliche. „Damit stehen sie für eine Gemeinschaft ein, wie sie in der Kirche schon immer großgeschrieben wird. Mit Jesus Christus als Grundstein der Erneuerung, der nicht verloren gehen soll.“

1,8 Millionen Euro investiert

Bürgermeister Werner Wolter ging in seiner Ansprache auf die Baumaßnahmen in der Teilnehmergemeinschaft Grünreuth ein. Insgesamt wurden 1,8 Millionen Euro in Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbau in den vier Dörfern investiert. 400.000 Euro gab es dafür an Fördergeldern vom Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). „Zusammenfassend kann man sagen, dass die vier Orte rundum erneuert wurden“, so Wolter.

Sein Dank galt Achim Pfannkuche, TG-Vorsitzender vom Amt für Ländliche Entwicklung für die „unbürokratische Umsetzung vieler Ideen“, dem Ingenieurbüro Renner Consult aus Amberg und den örtlichen Beauftragten Ingrid und Peter Grötsch aus Grünreuth für die Durchführung der Feier sowie Reinhold Heinrich, Vorsitzender vom Soldaten- und Reservistenverein Velden und Umgebung, für die Mitgestaltung der Gedenktafel der Gefallenen und Vermissten des 1. und 2. Weltkrieges.

Achim Pfannkuche vom ALE, der auch noch die anstehende Flurneuordnung fachlich begleiten wird, würdigte die Mitglieder der Arbeitskreise, die maßgeblich an der Erledigung der Planungsarbeit beteiligt waren. Dem Dank an alle Beteiligten schloss sich Ortsbeauftragter Peter Grötsch an. „Wir können nicht nur arbeiten, wir können auch feiern“, lud er alle Anwesenden zu Speis und Trank ein, der aus der Ortskasse finanziert wurde.

Mit den Klängen der Bläsergruppe Hartenstein unter Leitung von Franz Steger, die auch den Gottesdienst und das Fest musikalisch umrahmten, wurde anschließend der neue Gedenkstein mit Gedenktafel feierlich enthüllt. Bei der Planung der Dorferneuerung wurde eine Neugestaltung für alle Kriegsopfer der vier Ortsteile angeregt, da der alte Gedenkstein marode und nicht mehr sanierbar war.

„Ich bin froh, dass alle Vorstände diesem Vorschlag gefolgt sind, eine gemeinsame Erinnerungstafel hier in Grünreuth zu verwirklichen“, sagte Bürgermeister Wolter. „Das Denkmal soll wachhalten zum Gedenken an das Leid und gleichzeitig auch ein Aufruf zum Frieden aller Völker sein“, meinte Pfarrer Simon.

N-Land Armin Tauber
Armin Tauber