Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“

Hartenstein hat Zukunft

Das BR-Team begleitet die Tour auf Schritt und Tritt. Foto: S. Fuchs2014/05/5_2_1_2_20140527_DORF.jpg

HARTENSTEIN – Zur Goldmedaille hat es leider nicht ganz gereicht. Aber Bürgermeister Werner Wolter, die beteiligten Vereine und alle Hartensteiner freuen sich auch so riesig über die Silbermedaille beim Mittelfränkischen Bezirkswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft – Unser Dorf soll schöner werden“.

Der knapp 600 Einwohner zählende Hauptort Hartenstein war vergangenes Jahr beim Kreisentscheid als einer von acht Kreissiegern für den Mittelfränkischen Bezirksentscheid 2014 ausgewählt worden. Als einziger im Landkreis wurde er kürzlich von der Bezirksbewertungskommission besichtigt.

Bürgermeister und Burgherr Werner Wolter begrüßte die 13 Juroren mit Kommissionsleiter Landwirtschaftsdirektor Josef Hofbauer im „Highlight“ des Ortes, auf der Burg Hartenstein. Im Rittersaal hatten sich neben engagierten Einwohnern auch Landrat Armin Kroder sowie Claudia Uebler von der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege des Landratsamtes eingefunden. Letzterer dankte Wolter für die Unterstützung bei den Vorbereitungen ebenso wie den örtlichen Vereinsvorständen, wobei er stellvertretend die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, Waltraut Treutlein, namentlich erwähnte.

Nach einer Vorstellung der Gemeinde – insbesondere kamen dabei die Fortschritte in der Dorfentwicklung zur Sprache – und einer Stärkung mit einem deftigen Ritteressen begann der Rundgang. Immer mit dabei war ein Team der BR-„Frankenschau aktuell“ mit Moderatorin Ulla Küffner.

Bürgermeister Wolter verwies mit einigem Stolz darauf, dass die in kommunalem Besitz befindliche Burg zu 100 Prozent genutzt (Gastronomie, Museum) und touristisch bestens angenommen werde. Nach einem Blick über Hartenstein ging es bergab in den Ort. Stationen waren die mit Unterstützung der Kommune restaurierte Kirche, der im Rahmen der Dorferneuerung sanierte Dorfplatz, die Erweiterung des Hauses für Kinder, die Grundschule und der Bauhof mit Biomasse-Heizwerk. Beim Abschlussgespräch im Rathaus schilderten fünf Juroren die gewonnenen Eindrücke. Positiv gesehen wurden die vom Bürgermeister erwähnte steigende Einwohnerzahl, die gute Bausubstanz im Ort (kaum Leerstände), die zentrale Lage aller öffentlichen Einrichtungen, eine intakte Gastronomie, das erfreuliche Einvernehmen zwischen Gemeinde, Kirche und den Vereinen (etwa Freundeskreis „Burg Hartenstein“), die Gestaltung des Dorfplatzes mit Brunnen, die zahlreichen Spiel- und Sportmöglichkeiten sowie die topographische Lage in einer unversehrten Landschaft mit Hecken und Obstbaumwiesen.

Aber auch Brauchtum und Gemeindefeste, Seniorennachmittage, die Bereitstellung eines Gemeindemobils, der alljährliche Burg-Weihnachtsmarkt und das besondere Flair bei Trauungen im Rittersaal würden bei der Gesamt-Bewertung eine Rolle spielen, so Kommissionsleiter Josef Hofbauer. Er dankte für den rustikalen Empfang („Wir fühlten uns wie Burgeroberer beim Aufstieg!“).

Die Silbermedaille ist nun nicht nur Lob und Anerkennung für das gemeinsam Geleistete. Die erfolgreiche Wettbewerbs-Teilnahme, so Wolter, sei echte Motivation und Verpflichtung, auch in Zukunft in eigener Verantwortung den gemeinsamen Lebensraum aktiv zu gestalten. Bezirkssieger von Mittelfranken wurden die Orte Alt-Oberasbach (Oberasbach), Graben (Treuchtlingen) und Meinheim. Ihnen wurde gleichrangig die Goldmedaille zuerkannt. Eine Silbermedaille als Auszeichnung für gute Leistungen in der Dorfentwicklung erhielten neben Hartenstein die Orte Kleinweisach (Vestenbergsgreuth) und Wald (Gunzenhausen).

N-Land Siegfried Fuchs
Siegfried Fuchs