Spende für Mühlenkraft e.V.

Damit können Boote an der Mühle ankern

Das Foto zeigt die Scheckübergabe durch N-Ergie- Mitarbeiter Andreas Matschke (r.) an Jochen Riehl (2. v. r.) von Mühlenkraft, mit dabei einige seiner Schüler mit Betreuerinnen2014/12/5_2_1_2_20141211_SPENDE.jpg

NÜRNBERG/HARNBACHMÜHLE – „Ein Euro oder mehr“, so die Devise einer Spendenaktion, zu der der Betriebsrat der N-Ergie auch in diesem Jahr alle Mitarbeiter aufrief. Es kamen bis Anfang Dezember 4340 Euro zusammen, die der Unternehmensvorstand gerne verdoppelte, so Josef Hasler, Vorsitzender des Vorstandes der N-Ergie.

Das so gesammelte Geld ging – wie bereits seit 2009 – auch heuer wieder an zwei gemeinnützige Einrichtungen. Eine von ihnen ist der Verein Mühlenkraft, der mit seinem Projekt „Brückenbau an der Harnbacher Mühle“ die gemeinsame Entwicklung von Menschen mit und ohne Behinderung mit Einbindung in Schul- und Arbeitswelt vermittelt und verwirklicht.

Die gleiche Summe von 4340 Euro erhielt das ReitTherapieZentrum Larrieden bei Feuchtwangen.

Die Übergabe des Spendenschecks durch N-Ergie-Mitarbeiter Andreas Matschke an den 1. Vorsitzenden von Mühlenkraft, Jochen Riehl, fand am Sitz des Unternehmens in Nürnberg im sogenannten „Plärrer-Hochhaus“ statt. Neben Pressereferentin Annemarie Endner gratulierten auch die Betriebsrätinnen Gisela Prummer und Anja Nowak sowie Stellvertretender Betriebsratsvorsitzender Wolfgang Scharnagl. Sie alle zeigten sich mit dem Ergebnis der Spendenaktion sehr zufrieden und dankten der Belegschaft für die hohe Bereitschaft, in den Geldbeutel zu greifen. Beim anschließenden Fototermin ließen sie den aus dem Altdorfer Wichernhaus Angereisten den Vortritt.

Jochen Riehl erläuterte kurz die Pläne des Vereins mit seinem Projekt im Pegnitztal: Auf dem rund 21 Hektar großen ehemaligen Mühlengelände soll modellhaft ein Ort der Inklusion entstehen, in dem bis zu sechzig Menschen miteinander leben und arbeiten können – ein „Paradies für herausfordernde Abenteuer und eindrückliche Erlebnisse“. Die Konzeption beinhalte (zusammen mit der leerstehenden ehemaligen Zollschule Rupprecht stegen) in der neu errichteten Kultur- und Werkscheune und den geplanten Neubauten an der Mühle eine „Menschenschule mit Wirtshaus am Rande der Natur“. Eine vor kurzem im Landratsamt vorgestellte Machbarkeitsstudie empfehle die Realisierung mit den Themen „Begegnung von Menschen“, „Zugang zur Natur“ und „Abenteuer für alle“.

Durch die Auszeichnung mit dem Bürgerkulturpreis eine Woche zuvor durch Landtagspräsidentin Barbara Stamm habe das Projekt eine zusätzliche Aufwertung und öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, betonte der Vorsitzende. Gefragt, was er mit dem Spendengeld der N-Ergie-Belegschaft vorhabe, antwortete der Erlebnispädagoge ohne langes Überlegen, dass man damit im Frühjahr die bereits genehmigte Planung für eine Bootsanlegestelle an der Pegnitz umsetzen könne. Und vielleicht helfen die Lehrlinge der N-Ergie mit, haben sie doch bereits bei einem Projekttag 2013 mit ihrem Ausbilder Andreas Matschke an der Harnbachmühle erste Erfahrungen und Eindrücke sammeln können.

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