Curatorium Altern Gestalten

Bessere gesellschaftliche Teilhabe für Senioren

Das Curatorium Altern Gestalten will auch Senioren die digitale Welt näher bringen – in vielfältiger Weise. | Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa2021/09/redwebHilfe-oder-Huerde-Wa-67105069-1-.jpeg

HARTENSTEIN – Das Curatorium Altern Gestalten aus Hartenstein war trotz Lockdowns und Beschränkungen der vergangenen Monate nicht untätig. Im Gegenteil: Die gemeinnützige GmbH, die Senioren mit und ohne Demenz eine bessere gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen will, hat für den Herbst wieder einige neue Projekte auf die Beine gestellt. Jetzt werden auch die Gemeinden angesprochen.

Im Februar ist der „Online-Stammtisch“ des Curatoriums gestartet und hat sich mittlerweile zu einem festen Termin für rund 20 Senioren aus dem ganzen Landkreis entwickelt. Jeden ersten Dienstag im Monat treffen sie sich online, um sich über digitale wie alltägliche Themen auszutauschen. Ziel ist neben dem persönlichen Kontakt vor allem, den Senioren den Umgang mit Internet, PC & Co. näher zu bringen.

Kompass und Alterspakt

Um noch mehr Interessierte zu erreichen, gehen Sabine Distler und Georg Weigl vom Curatorium nun auch auf die Gemeinden zu: Im Rahmen des „Digital Kompass“ und des „Digital Pakt Alter“ möchten sie die Kommunen ermutigen, zum „digitalen Erfahrungsort“ zu werden.

„So wollen wir die Senioren vor Ort schulen und mit Infomaterialien versorgen. Wir können auch Internetlotsen ausbilden, die sich fortlaufend bei uns weiterbilden können“, erklärt Sabine Distler die Idee. Wie das Projekt schließlich in den einzelnen Gemeinden aussehen wird, ist noch völlig offen – das will das Curatorium gemeinsam mit den Kommunen erarbeiten. „Die Gemeinderäte und Seniorenbeauftragten kennen die Bedarfe vor Ort am besten“, heißt es in dem Infoschreiben an die Bürgermeister. Bei zwei Infoterminen informiert das Curatorium Altern Gestalten via Zoom über mögliche Angebote und Ideen.

Ältere nicht abschneiden

Distler und Weigl wollen dabei eine beratende Funktion übernehmen und können zum Beispiel Geräte zum Ausleihen bereitstellen. „Uns ist wichtig, dass sich die Gemeinde auch selbst mit einbringt und das Thema für sich entdeckt“, so Distler.

Aus den Onlinestammtischen sehe man, dass das Interesse durchaus da ist, ergänzt Weigl. Es sei eine moralische Aufgabe der Gemeinden, sich um die älteren Mitbürger zu kümmern. Und gerade durch die Coronakrise und die damit einhergehende Digitalisierung würden nicht wenige Generationen abgeschnitten. Die aktuellen Altersberichte des Bundes machen deshalb die kommunale Verantwortung sowie die digitale Teilhabe zu ihren zentralen Themen. „Dadurch wird der Digitalpakt Alter und der Digital Kompass mehr gefördert“, erklärt Distler.

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