Haus Morgenhöhe

Überraschungsbesuch für Senioren in See

Überraschungsbesuch mit Abstand: Die Pfarrerin, beide Bürgermeister und die Gemeinderäte hielten, ebenso wie die Senioren, den nötigen Abstand. Nur das „Kohl-Ensemble“ durfte näher zusammenrücken, denn das bestand aus einer Familie. | Foto: M. Münster2020/05/P1090823.1.jpg

SEE – Große Überraschung im beziehungsweise vor dem Haus Morgenhöhe in See: Den Senioren sollte in den Zeiten von Corona und der bisherigen Isolation gezeigt werden, dass sie nicht vergessen sind.

Erwartungsvolle Bewohner der Seniorenresidenz saßen, im nötigen Abstand, auf der Terrasse vor dem Haus und beobachteten interessiert, was sich da in einiger Entfernung tat. Die beiden Bürgermeister von Happurg, Bernd Bogner und Thomas Schmidt, waren bereits eingetroffen. Ebenso die Seniorenbeauftragte der Gemeinde, Petra Wacker. Goldene Instrumente blitzten in der Abendsonne.

Die Förrenbacher Pfarrerin Lydia Kossatz und insgesamt neun Gemeinderäte kamen ebenfalls dazu. Ein Lautsprecher war aufgebaut, ein Mikrofon war da, wunderbar duftende Rosen, ein Korb mit Weinflaschen und Pralinen standen parat.

Keiner ist vergessen

Bürgermeister Bernd Bogner begrüßte die Bewohner und das Pflegepersonal und versicherte ihnen, dass sie, gerade auch in diesen schwierigen Zeiten inmitten der Corona-Pandemie, nicht vergessen seien.

Er rief die Bewohner dazu auf, sich trotz aller Auflagen und Besonderheiten gegenseitig zu unterstützen. Dem Pflegepersonal dankte er ganz besonders für die aufopfernde und liebevolle Arbeit unter den zurzeit erschwerten Bedingungen.

Pfarrerin Lydia Kossatz wandte sich mit aufrichtenden und Mut machenden Worten an die Senioren. Sie zitierte das Bibelwort: „Fürchte dich nicht … ich bin mit dir“, verbunden mit dem Wunsch, dass dieses Wort einen Platz im Herzen der Zuhörer haben möge. Bei Bedarf und in schwierigen Situationen könne es von dort abgerufen werden.

Sie sprach davon, dass Corona zwar aktuell den Alltag bestimme, aber das Virus solle nicht das ganze Leben bestimmen. Sie genoss es sichtlich, dass es ihr nach längerer Zeit wieder einmal möglich war, die Bewohner des Hauses zu sehen, wenn auch nur mit gebührendem Abstand.

Termine fehlen

Auch Bürgermeister Bogner bekundete, dass es ihm fehle, seit einigen Wochen nicht zu runden Geburtstagen und Jubiläen ins Haus Morgenhöhe kommen zu dürfen. Dort gewinne er immer wohltuenden Abstand zu dem oft so umtriebigen Alltag. Die Ansprachen von Bürgermeister und Pfarrerin wurden musikalisch umrahmt vom „Kohl-Ensemble“ mit seinen Blasinstrumenten.

Bevor es an die Verteilung der mitgebrachten Präsente ging, dankte Jakob Liehr von der Christlichen Gemeinde in See ganz herzlich allen Beteiligten. Er freute sich über die Begegnung und die Freude, die diese Überraschung ausgelöst hatte. Er sprach vom zehnjährigen Bestehen, das die Einrichtung eigentlich am Sonntag, 10. Mai, hätte feiern können.

Aber durch die Sorgen um das Coronavirus sei alles in den Hintergrund getreten und fast schon in Vergessenheit geraten. Daher empfand Liehr die Überraschung von den Happurgern als besonders gelungen und sah das Ganze als einen Auftakt in das Jubiläumsjahr.

Zum Abschluss gab es noch einige musikalische Kostproben vom „Kohl-Ensemble“. Bei den bekannten Volksweisen konnte so mancher Zuhörer zumindest mal leise mitsummen.

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N-Land Marita Münster
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