Rat verzichtet auf Klage

HAPPURG — Die Erneuerung und Verbesserung der gemeindlichen Wasserversorgung ist in Happurg weiter ein Dauerbrenner. Im nichtöffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatsitzung ging es wieder einmal um dieses Reizthema.

Die SPD-Fraktion stellte den Antrag auf eine juristische Prüfung, ob eine Klage gegen die Betreibergesellschaft des Pumpspeicherkraftwerkes Erfolg haben könnte.

Es geht um die Einbeziehung der am Fuße des Deckersbergs gelegenen Kreuzquelle. Weil dort kein Schutzgebiet besteht, sah man bislang von einer möglichen Nutzung ab. Das Wasserwirtschaftsamt erklärte, die Kreuzquelle könne nicht geschützt werden, weil sie im Bereich des Oberbeckens des Happurger Pumpspeicherkraftwerks liege.

Der Gemeinderat hatte sich aus diesem Grund auf andere Orte der Wassergewinnung konzentriert. Verhandlungen mit der Betreiberfirma bezüglich einer Beteiligung an Mehrkosten, wenn man auf die Kreuzquelle verzichte, führten nicht zum Erfolg.

Aufgrund des Antrags der SPD-Fraktion wurde nun ein Fachanwalt mit der Prüfung beauftragt. Nach den Ausführungen des Anwalts kam der Gemeinderat mehrheitlich zu der Auffassung, von einer Klage abzusehen.

Hinsichtlich einer möglichen Klage wurde diese Angelegenheit in den nichtöffentlichen Bereich der Sitzung gelegt. Da jedoch auf die Klage verzichtet wurde, fallen die Gründe für die Nichtöffentlichkeit weg. Marita Münster

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren