Zweckverband Sportzentrum verabschiedet Etat

Kommt die Kletterhalle?

Klettern wie hier beim Outdoortag im oberen Pegnitztal ist in: Der DAV möchte in Hersbruck eine Halle für die Anhänger dieser Sportart verwirklichen. Foto: J. Ruppert2014/02/5_2_1_2_20140206_HALLE.jpg

HERSBRUCK – Ist im Schulkomplex an der Happurger Straße noch Platz für eine Kletterhalle? Bürgermeister Robert Ilg möchte bei einem Ortstermin mit den Verantwortlichen abklären, ob das Vorhaben am gewünschten Standort zu verwirklichen ist. Bei der Sitzung des Zweckverbands Sportzentrum ging es ansonsten vor allem um Zahlen: Die Mitglieder verabschiedeten den aktuellen Etat.

Kurz nannte Peter Dischner von der Kämmerei einige Eckdaten. Die Betriebskostenumlage für die neue Dreifachturnhalle beträgt rund 480.000 Euro. Davon tragen die Stadt Hersbruck für die Grundschule an die 80.000 Euro, der Mittelschulverband (Hersbruck, Reichenschwand und Kirchensittenbach) nahezu 145.000 Euro und der Landkreis wegen der Realschule fast 260.000 Euro. Größte Ausgabenposten sind Personal, Kreditzinsen, Energie, Verwaltung und Reinigung.

Wie mehrfach berichtet, entsteht im mittlerweile „zurückgebauten“ alten Sportquader außer Mensa, Hort und Schulräumen auch eine neue Einfachturnhalle. Der Zweckverband Sportzentrum beteiligt sich deshalb mit 1,76 Millionen Euro an den Gesamtkosten von 4,43 Millionen Euro.

Abzüglich schon geleisteter Beträge und Fördermitteln bleiben 930.000 Euro als Umlage an die Beteiligten. Bedingt durch die Schülerzahlen zahlt der Landkreis auch hier den Löwenanteil, das ist ziemlich genau eine halbe Million Euro. Eventuell muss ein Kredit aufgenommen werden. Das hängt von Baufortschritt und Überweisung der Zuschüsse ab, sagte Peter Dischner.

Zweckverbandsrat Norbert Thiel wies auf den Zustand der Freisportanlage mit dem Fußballfeld, der 400-Meter-Tartanbahn und den Hartplätzen hin. Nach fast 40 Jahren Nutzungsdauer ist der Sanierungsbedarf unübersehbar. Norbert Thiel forderte, dies in der mittelfristigen Finanzplanung zu berücksichtigen.

Die Thematik ist bekannt, stimmte Robert Ilg indirekt zu. Der Umbau des alten Betonquaders zum Kinderkompetenzzentrum unmittelbar neben den Außenanlagen dürfte allerdings rasche Verbesserungen verhindern. Werner Oberleiter erkundigte sich nach dem Stand der Dinge in Sachen Heizung für das Schul- und Sportzentrum. Hier läuft noch die Platzsuche nach einem Bunker für die Hackschnitzel, sagte Robert Ilg.

Vor einiger Zeit hat die örtliche Sektion des DAV angefragt, ob eine Kletterhalle in Hersbruck errichtet werden kann. Eine Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen. Die politischen Entscheidungsträger sind grundsätzlich dafür.

„Eine Kletterhalle lockt junge Menschen an, bedeutet nachhaltige Attraktivität und passt ideal in die Hersbrucker Schweiz“, zeigte sich Landrat Armin Kroder in der Sitzung des Verbandsrates gegenüber der Idee aufgeschlossen. Robert Ilg möchte erst einmal die Standortfrage erörtern. Hauptwunsch des DAV ist ein „Andocken“ der Halle an das Kinderkompetenzzentrum.

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