Hallenbad nach 45 Jahren zu

HAPPURG – Das Happurger Hallenbad schließt nach 45 Jahren. Der Schulverband hat am Dienstag beschlossen, den Betrieb im Schulgebäude zum Sommer einzustellen.

Nach mehreren Beratungen u. a. auch im Gemeinderat Happurg und mit dem Gesundheitsamt sahen sich die Räte gezwungen, diese Entscheidung zu treffen. Bereits im April dieses Jahres war der zuständige Beamte der Laufer Behörde, Armin Mergl, im Gremium des Schulverbands zu Gast und berichtete über die bei Messungen erhöht aufgetretenen Trihalogenmethane (THM). Er wies in diesem Zusammenhang auf eine anstehende Generalsanierung und insbesondere auf die veraltete Lüftungstechnik hin.

Auch durch den Einbau der neuen Pulveraktivkohleanlage konnte der Grenzwert von 20µg/l nicht eingehalten werden. Als Sofortmaßnahme wurde daraufhin die Abschaffung des Warmbadetages beschlossen, da das temporäre starke Anheben der Wassertemperatur nicht als Ursache für den erhöhten Wert ausgeschlossen werden konnte. Da sich aber bei einer erneuten Messung wiederum nicht der gewünschte Erfolg einstellte, empfahl das Amt im Juli die Einstellung des Badebetriebes bis zur Umsetzung eines vorliegenden Sanierungskonzeptes.

Für die Mitgliedsgemeinden Happurg, Alfeld und Birgland würde diese Maßnahme aber Investitionen jenseits der Millionengrenze bedeuten, was zumindest zum jetzigen Zeitpunkt nicht geschultert werden kann. Auch mit Fördermitteln ist aufgrund einer zu geringen Anzahl an Sportklassen nicht zu rechnen. Die Stilllegung des 1966 errichteten Bades erscheint somit alternativlos. Es wird seitens des Schulverbandes aber angestrebt, die Schulkinder zumindest teilweise andernorts mit Schwimmunterricht zu versorgen.

N-Land Hersbrucker Zeitung
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