Umweltaktion

Grünspecht pflanzt Nussbäume oberhalb von Kainsbach

Judit Bartel (mit Schild) pflanzte gemeinsam mit Helfern der Aktion „Nüsse fürs Nürnberger Land“ oberhalb von Kainsbach drei Nussbäumchen. | Foto: H. Neitz2020/03/100-7758.jpg

KAINSBACH – Ein Plädoyer für den Nussbaum in und um Happurg: Mit dem Projekt „Nüsse fürs Nürnberger Land“ startete der Verein „Grünspecht – Verein für Naturverbindung und zukunftsfähige Lebensweisen“ in Kainsbach und pflanzte Nussbäume auf einer Wiese oberhalb des Ortes zwischen vorhandene Obstbäume.

Mit der Aktion möchte der Verein Anbau, Pflege, Ernte und Verarbeitung von Haselnüssen, Walnüssen und Edelkastanien für die lokale Selbstversorgung voranbringen. Darüber hinaus möchte er zeigen, wie Nahrungsanbau mit Bäumen das Klima schützt, Boden aufbaut und den Wasserhaushalt stabilisiert. Zusammen mit einigen motivierten, naturverbundenen Mitstreitern gründete die Happurgerin Judit Bartel 2017 den Verein, um „für viele Menschen die Aspekte nachhaltiger Lebensweisen direkt erfahrbar zu machen“.

Zwei Grundstücke

Die „Aktion Nussbaum“ ist nur eines der vielen Segmente des Vereins. Von Tätigkeiten im Bereich Natur- und Umweltschutz, Nachhaltigkeit, Wildnispädagogik, Umweltschutz bis Permakultur bietet die Gruppe ein breites Spektrum an Aktivitäten und Informationen. Sie unterhält zwei Grundstücke, um Erfahrungen zu sammeln und praktische Vorgehensweisen zu erproben.

Unter anderem soll die Verwertung von Eicheln für die menschliche Ernährung experimentell erforscht werden. Nächstes Ziel ist der Aufbau einer gemeinschaftlich genutzten Infrastruktur, zu der auch das maschinelle Nussknacken gehört. „Wir möchten die Mit-Verantwortung für zukünftige Ernährungsweisen übernehmen“, so Barthel. Es gehe darum, die Kulturlandschaft aktiv mitzugestalten und durch das Pflanzen geeigneter Bäume zukünftige Generationen in ihren Lebensmöglichkeiten zu bereichern. Weiter seien Baumpflanzungen auch für Landwirte ein denkbares zusätzliches Standbein.

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