Coronavirus

Feuerwehr Happurg sagt Jubiläum ab

Als die Werbeplakate für die Veranstaltung aufgestellt wurden, war die Welt für die Happurger Feuerwehrleute noch in Ordnung. | Foto: privat2020/05/redwebIMG-6670a.jpg

HAPPURG – Für Juni 2020 war eine große Feier zum 150. Geburtstag der Freiwilligen Feuerwehr Happurg geplant. Doch der machte ,wie so vielem andren auch, das Coronavirus einen gewaltigen Strich durch die Planung. Aufgrund der Anordnungen der Bayerischen Staatsregierung muss die große Veranstaltung (vorerst) ersatzlos abgesagt werden.

Eine leichte Entscheidung war das für die Verantwortlichen mit Sicherheit nicht. Eine Krisensitzung im Gerätehaus (mit Mundschutz und genügend Abstand) samt langer Diskussion über verschiedene Möglichkeiten, brachte jedoch keine andere Lösung.

Leonhard Müller, seit über 25 Jahren Vorsitzender der Happurger Feuerwehr, brachte es auf den Punkt: „In unzähligen Sitzungen und über einen Zeitraum von weit mehr als zwei Jahren haben wir ein tolles Festprogramm erarbeitet. Viele Dinge wurden bereits organisiert und diskutiert. Und nun ist alles für die Katz‘. Das trifft uns hart.“

Diverse Szenarien

In der Krisensitzung wurden verschiedene Szenarien gedanklich durchgespielt. Auch eine Verschiebung auf das nächste oder übernächste Jahr wäre eine Option gewesen. Allerdings war bekannt, dass im Vorfeld bereits viele andere Feuerwehren aus dem Landkreis ihre Feste um ein Jahr verschoben haben. Die gewünschten Bands wären zu den freien Terminen nun nicht mehr verfügbar gewesen. Außerdem sei auch noch nicht vorhersehbar, ob im Jahr 2021 wieder ganz normal und ohne Angst Feste gefeiert werden können. Die Happurger wollten sich außerdem nur ungern in den dann stattfindenden Festmarathon einreihen.

Auch der 1. Kommandant Thomas Loos bezeichnete die Entscheidung als eine sehr schwere: „Es sollte ein Fest für und mit allen Bürgerinnen und Bürgern aus der Gemeinde werden. Die Resonanz aus deren Reihen zur Unterstützung war richtig groß. Alle hätten mitgeholfen und das Dorf wäre dicht zusammengerückt.“ Das verkündete er mit hörbarem Stolz in der Stimme. Außerdem war natürlich die Hoffnung groß, dass von dem Reinerlös der Veranstaltungen die Jugend und die aktive Mannschaft finanzielle Unterstützung erhalten hätten. Auch daraus wird nun nichts.

Dirndl schon bezahlt

Im Gegenteil: Es sind schon etliche Kosten aufgelaufen. Zum Beispiel wurden schon die Dirndl für die Fest-Damen beschafft, die Werbung ist ebenfalls ein Kostenfaktor. Und wie die Wehr aus den abgeschlossenen Verträgen herauskommt, ist auch noch nicht absehbar. Die Feuerwehr ist mit der Gemeinde im ständigen Austausch, um gemeinsam Lösungen zu erarbeiten, damit nicht zu viel Geld auf der Strecke bleibt.

In Planung ist ja der Neubau eines Feuerwehrhauses in nächster Zeit, weil das alte nicht mehr den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Vielleicht wäre es eine Option, mit der Einweihung auch den 150-jährigen Geburtstag nachzufeiern, hieß es. Sollte sich die Lage um das Coronavirus schneller als gedacht verbessern, könnten sich die Verantwortlichen im nächsten Jahr vielleicht auch ein Fest im kleineren Rahmen vorstellen. Ganz ausfallen soll die Feier nicht, da sind sich alle einig, denn 150 Jahre Vereinsgeschichte seien schon etwas Besonderes.

Einen Kommersabend wird es im November 2020 oder im Frühjahr 2021 auf jeden Fall geben, das wurde bereits beschlossen. Weil die Festschrift bereits fertiggestellt ist, wird sie auch, wie geplant, verteilt. Die Ehrungen für verdiente Feuerwehrmitglieder sollen ebenfalls im Rahmen des Kommersabends stattfinden.

Ticketrückgabe möglich

Ein wichtiger Hinweis: Alle gekauften Tickets können an den bekannten Vorverkaufsstellen ab Mitte Mai zurückgegeben werden. Die Käufer bekommen ihr Geld abzüglich der Vorverkaufsgebühr erstattet. Für die Online gekauften Tickets gibt es ebenfalls eine Rückabwicklung. Hier wird auf die Hinweise im Onlineshop aufmerksam gemacht.

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