Happurg: Bernd Bogner

„Der Bürger ist wichtig als Ideen- und Ratgeber“

Bernd Bogner tritt für die Freie Wahlgemeinschaft an. Foto: T. Geiger2014/03/bogner.jpg

HAPPURG – Rund 1100 Mal hat Bernd Bogner in und um Happurg an Haustüren geklingelt. Der Bürgermeisterkandidat der Freien Wahlgemeinschaft hat sich das Klinkenputzen ausgesucht, um somit seinen potenziellen Wählern, aber auch mit seinen Kritikern ins Gespräch zu kommen.

Die Bilanz lässt Bogners Augen strahlen: „Ja, es war anstrengend – aber es war auch sehr schön und erkenntnisreich.“ Für den Wahlsonntag hat er sich nichts Geringeres vorgenommen, als wenigstens in die Stichwahl gegen den amtierenden Happurger Bürgermeister Helmut Brückner zu ziehen. Schon aufgrund seines Berufes – er ist Kämmerer in Pommelsbrunn – lässt sich eines seiner Hauptziele für die Zukunft Happurgs ablesen: „Angesichts unserer dramatischen Haushaltslage müssen wir sparsam wirtschaften, Kredite umschulden, Außenstände einholen und eine effektive Finanzpolitik betreiben – jede Haushaltstelle sollte auf den Prüfstand gestellt werden.“ Happurg brauche eine sparsame, effektive und verantwortungsvolle Finanzpolitik, so wirbt Bogner auch in seinem Programm.

„Wir müssen künftig klar und verbindlich festlegen, was jetzt notwendig ist, was wir uns leisten können und was noch warten muss. Der finanzielle Spielraum unserer und folgender Generationen darf nicht gefährdet werden.“ Der 48-Jährige sitzt seit zwölf Jahren im Gemeinderat. „Natürlich hätte ich so weitermachen können wie bisher, dass wir darauf hinweisen, dass in Happurg vieles nicht so läuft, wie wir es uns vorstellen – und dann das Genick einziehen.“ Er entschied sich aber für die Kandidatur: „Ich kann eine Alternative anbieten.“ Für den Befürworter der Nutzung der Schupfer Quellen ist es notwendig, die Pflichtaufgaben einer Gemeinde vorrangig zu erfüllen, also dringend  Notwendiges von Wünschenswertem zu trennen.

„Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung müssen umweltfreundlich, wirtschaftlich und nachhaltig umgesetzt werden – mit einer ausgewogenen Finanzierung zwischen Beiträgen und Gebühren.“

Weiter wünscht er sich, die Generationen zusammenzubringen, beispielsweise in Form einer organisierten Nachbarschaftshilfe oder der Einrichtung eines Ferienprogramms, dazu kommt eine bessere Mittagsbetreuung der Grundschulkinder oder Ferienbetreuung der Kleineren.

Ganz nah am Bürger will er sein – und das soll auch die Verwaltung sein. „Ungehört soll keiner bleiben“, er will die Bürger künftig früh in Entscheidungen des Gemeinderats einbinden. „Der Bürger ist wichtig als Ideen- und Ratgeber im Gemeinderat.“ Die 14 Ortsteile von Happurg sollen gleichbehandelt werden, „nur ein faires Miteinander sorgt für Zufriedenheit“. In den kommenden Tagen wird Bogner wieder unterwegs sein – an einer Handvoll Häuser hat er noch nicht geklingelt.

N-Land Susanne Will
Susanne Will