Gerüchte über Algen

Alles gut im Stausee

Alles gut im Stausee. | Foto: M. Scholz2016/09/7385857.jpeg

HAPPURG – Nachdem der Baggersee wieder sauber ist, gab es Gerüchte, nun habe der Happurger Stausee wenig Wasser und sei voller Algen. Davon kann aber keine Rede sein, wie vor Ort zu sehen ist und wie Schwimmer und Stehpaddler dort auch bestätigten. Bei herrlichem Sommerwetter war der Besuch diese Woche entsprechend gut.

Ulrich Fitzthum, dem Chef des Nürnberger Wasserwirtschaftsamtes, ist auch nichts von Problemen dort bekannt. Es fehlten zwar die 1,8 Millionen Kubikmeter, die das Pumpspeicherwerk bis 2011 zusätzlich immer wieder nachlaufen ließ, aber das sei ja nichts Neues. Allerdings bestätigte er, dass „wir allgemein derzeit schon wenig Wasser in Nordbayern haben“. Das sehe man auch gut an der Pegnitz-Messstelle in Lauf: Ein Abfluss dort von gestern 5,34 Kubikmeter pro Sekunde sei sehr niedrig und gebe einen guten Anhaltspunkt. Dieser Wert sei dem trockenen Sommer geschuldet.

Zu angeblich üppigen Algen sagt Fitzthum, er habe zwar keine aktuellen Werte vom Stausee, und es herrschten gerade bei langem Sonnenschein und Wärme ideale Bedingungen für ihr Wachstum, aber voriges Jahr habe ein Test eine gute Wasserqualität gezeigt. Für Schwimmer oder Bootfahrer feststellbar seien höchstens harmlose Grünalgen oder Wasserpflanzen, beides aber im Normalmaß. Beim relativ großen und tiefen Stausee sei mit einer Algenplage kaum zu rechnen, lautet die Einschätzung des Behördenleiters. Da der See kein offizielles Badegewässer ist, sind regelmäßige Tests nicht vorgeschrieben.

N-Land Michael Scholz
Michael Scholz