Kaum geöffnet

Hallenbäder müssen schon wieder schließen

Im November ist die Fackelmann-Therme geschlossen, genauso wie die Schwaiger "Pegnitzaue". | Foto: J. Ruppert/HZ-Archiv2020/10/Therme-Heb.jpg

SCHWAIG/HERSBRUCK — So schnell können Entscheidungen hinfällig sein: Noch am Dienstag hatte der Schwaiger Gemeinderat beschlossen, die Einlass-Intervalle im Hallenbad „Pegnitz­aue“ zu verändern, und eine positive Bilanz des Betriebs unter Corona-Bedingungen gezogen. Seit Mittwoch ist klar: Das Bad bleibt ab Montag ebenso geschlossen wie die Fackelmann-Therme in Hersbruck.

Rückblickend betrachtet sei die Öffnung ein Erfolg gewesen, stellte Bürgermeister Thomas Wittmann fest. Seit Ende Juli konnte man nach der coronabedingten Zwangspause in Schwaig wieder schwimmen. Pro Woche habe man 750 Gäste, verteilt auf sechs Tage, gezählt. Wittmann bedankte sich ausdrücklich beim Bad-Personal, das unter den neuen Bedingungen hervorragende Arbeit geleistet habe. Die Reaktionen der Besucher seien sehr positiv gewesen.

Doch damit ist vorerst Schluss: Auch die „Pegnitzaue“ muss für mindestens vier Wochen ihre Pforten schließen. „Es ist schade, die Gäste waren sehr zufrieden mit dem Konzept und haben sich absolut vernünftig verhalten“, so ein Mitarbeiter gegenüber der Pegnitz-Zeitung. Die Schließzeit werde jetzt für Reinigungsarbeiten genutzt, die normalerweise im September erledigt werden.

Wer am Wochenende noch einmal schwimmen möchte, der sollte zuvor in der „Pegnitzaue“ anrufen. Denn eigentlich ist das Ticket-Kontingent heute und morgen komplett ausgebucht.

Ein harter Schlag

„Nicht nur die Mitarbeiter, auch die Gäste sind traurig“, sagt Anja Nickel, Betriebsleiterin der Fackelmann-Therme in Hersbruck. Hier gab es in den vergangenen Wochen ohnehin Überlegungen, das Angebot einzuschränken, um das finanziell kriselnde Bad mittelfristig über Wasser zu halten. Die neuerliche Komplettschließung ist trotzdem ein harter Schlag.

„Natürlich wurden verschiedene Konzepte ausgearbeitet, aber wir können aktuell noch gar nicht sagen, unter welchen Bedingungen wir danach weitermachen“, so Nickel. Und weiter: „Wir können die Situation nicht ändern.“

Das Wasser verbleibt erst einmal in den Becken und wird umgewälzt, weil bei einem Ablassen eher die Leitungen in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nichts Neues verpassen! - Newsletter abonnieren