Feuerwehren des Nürnberger Lands sind im Dauerstress

Fehlalarm löst Großeinsatz bei Ottensoos aus

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OTTENSOOS – Aufgrund der hohen Waldbrandgefahr im Nürnberger Land stehen die Feuerwehren der Region unter Hochspannung. Was aufsteigender Rauch zurzeit auslösen kann, zeigte am Mittwochabend ein Alarm, der gegen 18 Uhr bei der Feuerwehr Lauf einging. Zwischen Ottensoos und Weigenhofen steige Rauch aus einem Waldstück entlang der Staatsstraße auf.

Sofort rückte nicht nur die Feuerwehr Lauf aus, sondern auch die Feuerwehren Neunkirchen, Ottensoos, Rüblanden, Schönberg, Mitarbeiter der Kreisbrandinspektion und des THW Nürnberger Land. Vor Ort war die Quelle des Rauchs schnell gefunden. Die Besitzer eines Schrebergartens verbrannten auf ihrem Gelände Abfälle mitten im Wald. Nach einer Ermahnung für die fahrlässigen Gärtner packten die Einsatzkräfte zusammen und rückten wieder ab.

Durch die wochenlange Dürre ist der Waldboden im Nürnberger Land ausgetrocknet und das liegen gebliebene Herbstlaub verrottet nicht. Ausbrechende Feuer haben so viel Nahrung und verbreiten sich rasend schnell.

Die Feuerwehren mahnen eindringlich zur Vorsicht. In Bayern gilt in den Wäldern ein Rauchverbot vom 1. März bis zum 31. Oktober. Außerdem dürfen im Wald oder in Waldnähe keine offenen Feuer gezündet werden. Waldbrände sind sofort per Notruf 112 zu melden. Experten warnen davor, Zigarettenkippen aus dem Autofenster zu werfen und Glasflaschen oder Folien im Wald liegen zu lassen. Auch das Parken abseits der Straße ist aktuell gefährlich, da der heiße Auspuff das Gras entzünden kann.

N-Land Andrea Beck
Andrea Beck