Licht, Essen und Wasser

Gewappnet für den Katastrophenfall: Landratsamt gibt Tipps

Dosen Vorrat
Essens- und Getränkevorrat: Für zehn Tage sollte man vorsorgen. | Foto: JackF/stock.adobe.com2022/10/AdobeStock_318358800-scaled.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Die Rettungsorganisationen im Nürnberger Land arbeiten derzeit an einem Notfallkonzept für den Katastrophenfall (wir berichteten). Zusätzlich gibt das Landratsamt nun Tipps, wie sich Bürger auf eine Krise vorbereiten sollten.

Viele Bürgerinnen und Bürger machten sich aktuell Sorgen über eine mögliche Energiemangellage im Winter, so das Landratsamt in einer Mitteilung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer solchen Situation kommt, sei in den letzten Monaten gewachsen, aber laut Experten aktuell nicht sehr hoch. Dennoch möchte das Landratsamt den Menschen im Landkreis einige Tipps an die Hand geben, „denn Vorsorge schadet nicht“, findet die Kreisverwaltung.

Lebenswichtige Infrastruktur

Ein großflächiger Stromausfall würde die Bürger, aber auch die Hilfsorganisationen und die Katastrophenschutzbehörde vor enorme Herausforderungen stellen. Das Hauptaugenmerk des Landratsamtes als Katastrophenschutzbehörde liege auf der Aufrechterhaltung der kritischen Infrastruktur.

Konkret handele es sich dabei um Einrichtungen für die Trinkwasserversorgung, Wasserentsorgung, Hilfsorganisationen und sogenannte Versorgungszentren. Diese werden im Notfall für die Menschen in der Region zur Verfügung stehen. Eigenvorsorge sei dennoch unerlässlich, so das Landratsamt.

Sechs Tipps vom Landratsamt

Das Team Katastrophenschutz gibt deshalb folgende Tipps: Planen Sie wie für einen 10-tägigen Campingurlaub in den eigenen vier Wänden!

Essen

Pro Person sollte ein Notfallvorrat für mindestens 10 Tage angelegt werden. Hier bieten sich haltbare Lebensmittel, wie Gläser / Konserven (Gemüse und Obst), Getreide und Hülsenfrüchte, Nudeln, Reis, Knäckebrot, Zucker und haltbare Milch an. Eine Checkliste für Ihren persönlichen „Notfallvorrat“ finden Sie hier auf der Webseite des Bundesamts für Katastrophenschutz. Mahlzeiten können Sie meist unproblematisch auf einem Campingkocher zubereiten. Oder nutzen Sie dafür gerne einen Garten-oder Tischgrill. Verwenden Sie diesen jedoch keinesfalls in der Wohnung, es besteht Erstickungsgefahr!

Trinken

Ziel der Versorger ist es selbstverständlich, die Trinkwasserversorgung so lange wie möglich aufrecht zu erhalten. Dennoch sollte auch Ihr Wasservorrat für mindestens 10 Tage reichen.  Ein Notvorrat mit zwei Litern pro Tag je Kopf sollte vorbereitet sein. Falls ein lange andauernder Ausfall der Wasserversorgung bevor steht, sollten Sie vorab Wasser in allen verfügbaren größeren Gefäßen sammeln. Füllen Sie Ihre Badewanne, Eimer, Töpfe und Wasserkanister.  

Heizung

Falls Sie einen Kamin oder Ofen haben, sollten Sie einen Vorrat an Kohle, Briketts oder Holz anlegen. Sorgen Sie für Decken und warme Kleidung und Schlafsäcke. Die Katastrophenschutzbehörde wird in den kommenden Wochen Versorgungszentren einrichten, in denen Sie sich im äußersten Notfall auch aufwärmen können.

Licht

Legen Sie einen Vorrat an Kerzen, Feuerzeugen, Taschenlampen und Batterien an. Praktisch sind hier Kurbel- oder auch Solarleuchten im Haus. Laden Sie Batterien und externe Akkus vorsorglich auf.

Medikamente

Halten Sie für Sie dringend notwendige Medikamente unbedingt für mindestens 10 Tage vorrätig.

Haustiere

Denken Sie auch daran für Ihre Haustiere entsprechende Vorräte anzulegen. Sorgen Sie für ausreichend haltbares Futter und planen Sie die Bedürfnisse Ihrer Tiere in die Wasservorräte ein.

Das Landratsamt bittet alle Bürger*innen, sich solidarisch mit ihren Mitmenschen zu verhalten. Unterstützen Sie sich gegenseitig. Weitere hilfreiche Informationen findet man auch auf der Homepage des Landratsamtes.

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