Erklärung für Demokratie

Gegen rechte Gruppen bei Corona-Demos: Allianz sammelt Unterschriften

Derzeit sammelt die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg Unterschriften für ihre Erklärung. | Foto: Screenshot: Webbanner Allianz gegen Rechts2022/01/ScreenshotAllianzcsm_Webbanner_Wer_fur_Demokratie_STEHT_27ffc2ace4.jpeg

NÜRNBERGER LAND – Die Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg hat eine Erklärung erarbeitet, für die die Organisation nun Unterschriften sammelt. Mit der Aktion will die Allianz ein Zeichen setzen gegen die Demonstrationen von Corona-Gegner, die teilweise von rechtsextremen Kreisen gekapert seien.

Um ein deutliches demokratisches Zeichen zu setzen“, so die Allianz gegen Rechtsextremismus in einer Pressemitteilung, habe man eine Erklärung samt Unterschriftensammlung erarbeitet. Die Aktion läuft unter dem Slogan „Denk mit statt quer! Wer für Demokratie STEHT nicht mit Feinden der Demokratie auf der Straße“

Demonstrationen in der Metropolregion

Die dramatischen Folgen der Covid-19-Pandemie beeinflussen das Leben nachhaltig. Über 115.000 Menschen seien seit Ausbruch der Pandemie in Deutschland gestorben; unzählige von den Folgen einer Covid-Erkrankung direkt oder indirekt betroffen, so die Allianz.

Die überwiegende Mehrheit der Bürger trage zwar aktiv zur Bekämpfung der Pandemie bei, seit Ende Dezember 2021 beunruhigten aber immer mehr die Berichte von Coronaleugnern- Demonstrationen, die getarnt als sogenannte Spaziergänge in vielen Städten und Gemeinden stattfinden – auch in der Metropolregion Nürnberg, schreibt die Organisation.

Versammlungsrecht bewusst umgangen

„Bei diesen zum Teil gewalttätigen unangemeldeten Demonstrationen wird das Versammlungsrecht bewusst umgangen und mit Füßen getreten,“ so Stephan Doll, Vorsitzender der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg.

Bedenken zu den Corona-Maßnahmen und Einschränkungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens seien in einer Demokratie möglich und nötig. Deren Äußerung sei Zeichen einer lebendigen Demokratie. Jeder Einzelne habe jedoch – so die Allianz weiter – die Verpflichtung, seine Kritik nicht in den Dienst von Feindinnen und Feinden der Demokratie zu stellen. Außerdem solle man hinterfragen, mit wem man auf der Straße steht.

Die Corona-Demo seien teilweise von rechtsextremen Kreisen und Parteien gekapert, so Doll weiter. Sie spiegelten lediglich die Meinung einer kleinen, aber lauten, Minderheit wider. „Mit der Unterschriftenaktion setzen wir diesen Demonstrationen etwas entgegen – kontaktlos wohlgemerkt“, sagt der Allianz-Vorsitzende.

Alle Infos und die Erklärung zum Unterzeichnen finden sich hier auf der Seite der Allianz.

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