Kartier-Aktion

Wo nisten sie denn?

Im Turm der katholischen Kirche in Feucht finden Wanderfalken eine Brutstätte. | Foto: Herbert Bauer/Archiv2020/01/Feucht-Falken-online.jpg

FEUCHT – Naturschützer wollen sogenannte Gebäudebrüter ausfindig
machen und deren Nester kartieren. Dafür benötigen sie noch freiwillige Helfer.

Schwalben, Mauersegler, Dohlen und Falken, die an und in Gebäuden brüten, haben es in unseren Ortschaften immer schwerer. Die Wände sind oft energetisch saniert und fugenlos verkleidet, Einfluglöcher werden wegen der unerwünschten Anwesenheit der Stadttauben rigoros verschlossen. Auch Kirchtürme sind häufig nach Renovierungen nicht mehr von Fledermäusen und Wildvögeln bewohnbar.

Der Bund Naturschutz möchte im ganzen Landkreis dokumentieren, wo es noch Gebäudebrüter gibt und diese Vorkommen dann gezielt erhalten und fördern. „Mit Beobachtern in möglichst allen Orten des Landkreises wollen wir Schwalben, Mauersegler, Falken und Co. auf die Spur kommen“, heißt es in einer entsprechenden Pressemitteilung.

Am Freitag, 7. Februar, findet ein einführender Abend in Feucht statt. Ab 19.30 Uhr berichtet Biologe Sebastian Haas in der Galerie des Café Bernstein über die Tiere und das Kartier-Verfahren. Helfer können sich anschließend in die Listen eintragen und Kartierbögen mitnehmen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Auch Schulklassen sind eingeladen, sich zu beteiligen. Interessierte Lehrer können sich per E-Mail an [email protected] wenden.

Die Beobachtungen sollen bis zum Ende der anstehenden Brutsaison im Spätsommer gesammelt werden. Im Herbst erfolgt die Auswertung.

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