Sieben Standorte innerhalb von Feucht und Moosbach

Weitere Stromtankstellen gebilligt

In der Marktgemeinde Feucht soll das Netz der Stromtankstellen ausgebaut werden. Gemeinde und Gemeindewerke haben ein entsprechendes Konzept erarbeitet. In einem ersten Schritt sollen drei Standorte realisiert werden. Die bereits bestehende Stromtankstelle am Kirchweihplatz ist gut frequentiert, Tendenz steigend. | Foto: Märtl2017/04/ladesaeulen.jpg

FEUCHT – Analog des vom Marktgemeinderat Feucht bereits 2011 beschlossenen Elektromobilitätskonzepts, das gemeinsam mit der Feuchter Gemeindewerke GmbH (FGW) erarbeitet wurde hat sich der Marktgemeinderat nun konkret mit dem weiteren Ausbau des Ladesäulennetzes in der Marktgemeinde beschäftigt.

Um es vorweg zu nehmen, der Marktrat hat die Pläne einstimmig gebilligt, die nun entsprechend vorangetrieben werden. Der Geschäftsführer der Gemeindewerke, Raimund Vollbrecht, berichtete über die durchgeführten Untersuchungen zum örtlichen Bedarf an Elektrotankstellen sowie mögliche Standorte, um so eine gute Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und damit eine intensive Nutzung von emissionsfreien Kraftfahrzeugen gewährleisten zu können.

Dass der Bedarf steigend ist, lässt sich an der Frequentierung der bereits bestehenden öffentlichen Stromtankstelle im Einfahrtsbereich zum Kirchweihplatz feststellen. 470 Ladevorgänge im letzten Jahr, Tendenz steigend, vermeldete Vollbrecht.

Die Untersuchungen der Gemeindewerke haben ergeben, dass innerhalb von Feucht und Moosbach sieben weitere Standorte angedacht sind.

Realisierbare Standorte

Bereits untersucht und realisierbar sind die Standorte P+R Parkplatz „Am Bahndamm“ in Moosbach, P+R Parkplatz am S-Bahn-Haltepunkt Ost, Neuer Standort an der Reichswaldhalle, Parkplatz an den Sporthallen und am Ende der Brückkanalstraße vor der B 8 Unterführung, wobei es bei der Realisiserung keine Reihenfolge gibt.

Nachdem sich eine Verwirklichung am P+R Platz in der Nürnberger Straße nicht realisieren lässt soll nun ein Standort am Bahnhof (Bahnhofstraße) gesucht werden. Herbert Bauer (CSU) brachte als weiteren Standort den Parkplatz am Ballspielplatz am Lechle (Ludwig-Thoma-Straße/Wiesenstraße) ins Gespräch, der ebenfalls untersucht werden soll.

Bauer: „Wir müssen davon wegkommen nur Standorte an Bahnhöfen, Schulen und Einkaufszentren anzubieten, sondern müssen damit auch direkt in die Wohngebiete gehen, wenn wir wollen, dass die Bevölkerung diese auch jederzeit nutzen kann  und nicht nur, wenn man beim Einkaufen, mit dem Zug unterwegs, in der Schule bzw. beim Training ist.“

Pro Station 13.000 Euro

Pro Ladestation muss mit Investitionskosten von rund 13.000 Euro gerechnet werden. Seitens des Bundeskabinetts wurde bereits im Mai 2016 das Programm zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland beschlossen. Bis 2020 werden hier insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Zwischenzeitlich hat auch die EU ein 300 Millionen-Euro-Förderprogramm für die deutschen Ausbaupläne zur Elektromobilität genehmigt und damit den Weg für bis zu 15.000 neue Ladestationen freigemacht.

Es geht dabei um 5000 Schnellladestationen und 10.000 Normalladestationen. Auch dafür können Kommunen und private Investoren (Gemeindewerke) die Anträge stellen. Voraussetzung: Die Ladesäulen müssen öffentlich zugänglich sein und mit Strom aus erneuerbaren Energien gespeist werden. Ob das Laden für die Autofahrer etwas kostet, entscheiden die Betreiber.

Mit dem Beschluss hat der Gemeinderat nun die Weichen gestellt, dass entsprechende Zuschussanträge gestellt werden, vorerst für drei Stromtankstellen. Pro Stromtankstelle gibt es voraussichtlich eine 40-prozentige Förderung.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl