Die Feuchter Feuerwehr startet neue Werbe-Kampagne

Plakataktion wirbt um Retter der Zukunft

Die drei Jungs präsentieren das neu entwickelte Plakat, mit dem sie ab sofort für weitere junge Kollegen werben werden. | Foto: FF Feucht2019/03/Feucht-Plakataktion-Nachwuchs-feuerwehr.jpg

FEUCHT – Mit einer groß angelegten Plakataktion wirbt ab heute die Freiwillige Feuerwehr Feucht um Nachwuchs. Professionelle Flyer und großformatige Poster, aber auch Werbemaßnahmen in alten und neuen Medien sollen die Aufmerksamkeit der jungen Leute auf sich ziehen und sie im besten Fall dazu bewegen, in die Nachwuchsorganisation der Wehr einzutreten.

Zuständig für die höchst professionell anmutende Kampagne ist Martin Winkler, der sich um die Werbeaktionen bei den Feuchter Feuerwehrlern kümmert. Der 42-Jährige ist selbst seit fast 20 Jahren bei den Kameraden aktiv, und seit man vor ein paar Jahren den Arbeitskreis Werbung gegründet hat, initiiert er jedes Jahr mindestens eine spezielle Aktion, mit der die aktive und fördernde Mitgliedschaft kontinuierlich beworben wird. Heuer also konzentriert man sich auf die Jugend, denn Nachwuchs wird gebraucht.

Um Missverständnisse auszuräumen: Die Feuchter Feuerwehr hat nicht mehr und nicht weniger Sorgen als andere, was das Engagement junger Leute betrifft. „Aber dieser Arbeitskreis bedeutet einen enormen Vorsprung gegenüber anderen Wehren bei der Anwerbung“, weiß der Fachmann, der im richtigen Leben Gruppenleiter in der Stationären Jugendhilfe in Altdorf ist. Denn nur durch kontinuierliches Erinnern und stetiges Ins-Gedächtnis-Rufen in der Öffentlichkeit ist das Thema Feuerwehr im Bewusstsein der Mitbürger präsent.

Dabei helfen auch kleine Give-aways, die genau diesen Zweck erfüllen: Bleistifte, Tassen, Taschen, die mit Aufdrucken immer wieder an die Feuchter Rettungsorganisation mit ihren 97 aktiven Erwachsenen und elf Jugendlichen erinnern und sie so im Gedächtnis bewahren. Sie werden bei passenden Gelegenheiten wie zum Beispiel am Tag der offenen Tür an die Besucher verteilt.

Breit angelegte Aktion

Mit den neuen Plakaten wird sehr breit geworben: „Die Flyer werden in Geschäften und öffentlichen Gebäuden ausgelegt, bei Jugendveranstaltungen etwa im Jugendzentrum und eventuell in Schulen oder in der Bücherei“, kündigt Winkler an. Die großformatigen Plakate sind dann an strategisch günstigen Plätzen zu finden. Aber auch die volle Bandbreite der Medien will man nutzen, Zeitung, Facebook und die eigene Homepage werden hierbei eine Rolle spielen.

Das Poster zeigt – von der Feuerwehr selbst aufgenommene – Fotos von Jungs und Mädels der eigenen Jugend, die Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren in ihrer Abteilung hat. In Aktion präsentieren sie sich vor einer Schrift, die da-rauf hinweist, dass sie „die Retter der Zukunft“ sind, während am unteren Bildrand der bekannte Slogan „Jugendfeuerwehr Feucht – Ich bin dabei – Du auch?“ zu lesen ist.

Vervollständigt wird das Ganze durch die Internet-Adresse und den entsprechenden QR-Code. Dort liest man auch die Kontaktdaten des Jugendwarts Florian Caser, der interessierten Jugendlichen weiterhilft auf ihrem Weg in die Wehr.

Zusammenhalt und Kameradschaft

Zwei Aspekte hat Martin Winkler im Hinterkopf, wenn er erklären soll, warum es sich für die Teenager lohnt, der Jugendfeuerwehr beizutreten. Zum einen können sich die Eltern der jungen Menschen ganz und gar darauf verlassen, dass ihren Sprösslingen bei der Wehr Werte vermittelt werden, die sie ihr ganzes Leben lang begleiten: Es geht um Zusammenhalt, Kameradschaft, gegenseitige Unterstützung, Füreinander-Einstehen.

Die Gemeinschaft dort hat nicht zum Ziel, sich mit Ellenbogen gegen die anderen durchzusetzen, sondern das Miteinander zu fördern. „Für die Jugendlichen selber ist die Mitgliedschaft ein sinnvolles Betätigungsfeld, auf dem sie sich selber ein Stück weit ausprobieren können“, weiß der erfahrene Feuerwehrmann. Hier können sie in einem breit gefächerten Tätigkeitsbereich herausfinden, wo ihre Stärken liegen, ob sie Technik, Organisation, das Verfassen von Berichten vorwiegend interessiert oder ob es das Basiswissen in Sachen Feuerbekämpfung und Erste Hilfe ist.

Der besondere Reiz liegt natürlich an der Praxisnähe. Eine gewisse Attraktion dürfte auch der eigene Jugendraum sein, in dem sich die Jungs und Mädels jederzeit unabhängig von den Erwachsenen treffen können und wo sie in Eigeninitiative lernen, Verantwortung zu übernehmen. Daneben gibt es natürlich die monatlichen Treffen, bei denen gelernt und geübt wird.

Werbefilm im Sommer

Damit die Plakataktion aber nicht ein Tropfen auf den heißen Stein bleibt und schnell wieder in Vergessenheit gerät, wird noch im Sommer ein Werbefilm hinterhergeschickt, der auf der Jugend-Homepage der Feuerwehr zu sehen sein wird, wo übrigens auch ein Clip zum „Making of“ der Plakataktion steht.

N-Land Gisa Spandler
Gisa Spandler