Petition für den Landtag ist vorbereitet

An einem Meinungsaustausch, zu dem die Bürgerinitiative eingeladen hatte, nahmen neben Feuchter Marktgemeinderäten auch die Landtagsabgeordneten Hermann Imhof (CSU, stehend links) und Angelika Weikert (SPD, stehend) teil.2010/08/BI-Moosbach-Politiker.jpg

MOOSBACH – Die Bürgerinitiative Moosbach/Birnthon sucht weiter den Kontakt zu Politikern verschiedener Parteien und Ebenen, um ihnen die Argumente gegen die geplante Park- und WC-Anlage an der A6 deutlich zu machen.
Bei einer Veranstaltung gehörten die Abgeordneten des bayerischen Landtags, Hermann Imhof, Kurt Eckstein (beide CSU) und Angelika Weikert (SPD), der 2. Bürgermeister von Nürnberg, Horst Förther (SPD), der Referent für Verkehr der Grünen Fraktion Bayern, Matthias Böhm, der Stadtrat von Nürnberg, Hans-Joachim Patzelt (Linke), sowie die Feuchter Marktgemeindräte Inge Jabs (SPD), Susanne Flesch und Thomas Schneele (beide CSU) zu den Gästen.
Nach der Begrüßung auf dem Waldparkparkplatz Ungelstetter Weg demonstrierten  Mitglieder der BI ihren Gästen auf der dortigen Wanderkarte die jetzt bereits bestehende Dichte der PWC-Anlagen im Herzen des Reichswaldes. Bei einem kurzen Abstecher zum dortigen Weiher zeigten sich die Teilnehmer beeindruckt von der Schönheit des Gebietes. Der anschließende Meinungsaustausch erfolgte in der Gaststätte „Zur Schützenklause“, wo dank der freundlichen Unterstützung der Pächter bereits
eine reich gedeckte Kaffeetafel wartete.  
Anhand der dort aufgestellten Schautafeln zeigten Mitglieder der BI den interessierten Zuhörern die nachteiligen Folgen der beabsichtigten Baumaßnahme auf. Bei dieser Gelegenheit wurde auch die bereits fertig gestellte Petition der BI besprochen.
Hier empfahlen die Landtagsabgeordneten Imhof und Weikert, die beide dem Petitionsausschuss angehören, zunächst möglichst viele Unterschriften zu sammeln, um der Petition ein größeres politisches Gewicht zu verleihen. Angesichts der bereits vorhandenen Dichte von Rastanlagen im betroffenen Gebiet rieten sie dazu, insbesondere die Notwendigkeit der Rastanlage in Frage zu stellen.  
Soweit es ihr Terminkalender noch zuließ, nahmen die Gäste anschließend die Gelegenheit zu einer Besichtigung des Gebietes der geplanten Rastanlage wahr. Hierbei wurden ihnen eindrucksvoll das bislang nahezu unberührte Naherholungsgebiet, die Nähe zur Ortschaft sowie der für die geplante Baumaßnahme abzutragende Hügel gezeigt.
Zuletzt lud die BI den 3. Bürgermeister Dr. Klemens Gsell (CSU) aus Nürnberg, den Feuchter Bürgermeister Konrad Rupprecht (CSU) und die Gemeinderäte Rita Bogner (Die Grünen), Herbert Bauer (CSU), Horst Glaßer (FWG), Ernst Klier (SPD), Lothar Trapp (SPD) und Gerd Steuer (UCS) zu einem Waldpicknick ein. Der Einladung folgten auch zirka 160 Bürger aus Moosbach.
Am vorgesehenen Bauplatz der PWC-Anlage informierten die Sprecher der BI über das Bauvorhaben und ihre Gegenargumente. Durch Markierungen an den Bäumen wurde die immense Größe der geplanten Anlage deutlich gemacht. Es entstand spontan eine offene Diskussion, an der sich die Moosbacher Bürger sehr lebhaft beteiligten. Neben der Zerstörung des Waldes ging es dabei auch um die geplante Einleitung des Oberflächenwassers in die Teiche und letztendlich in den Bach, der durch Moosbach führt, und die sich daraus ergebende potenzielle Hochwassergefahr für Moosbach.
Bürgermeister Gsell machte deutlich, dass an diesem Platz kein Bedarf für eine weitere  Anlage sei. Dies ist seiner Ansicht nach das wohl wichtigste Argument gegen die geplante PWC-Anlage.

N-Land Der Bote
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