Parkplatznot am Feuchter Bahnhof

Patentlösung Parkdeck

Alles vollgeparkt auf dem Feuchter Park-and-Ride Platz. Da müssen immer wieder die Grünflächen als Ersatzparkplätze herhalten. | Foto: Alex Blinten2019/11/Feucht-Park-and-Ride.jpg

FEUCHT –  Einen Parkplatz auf dem Park-and-Ride Platz am Feuchter Bahnhof zu bekommen, gleicht oft einem Glücksspiel, weil der Platz tagsüber meist heillos überfüllt ist. Zufahrten werden hier ebenso zugeparkt wie Grünflächen. Beim Rangieren geschieht es immer wieder, dass Autofahrer abgestellte Wagen anfahren. Wer keinen Platz für sein Auto findet, sucht in der näheren Umgebung – mit der Folge, dass auch die Wohngebiete am Bahnhof unter Parkplatznot leiden.

In Feucht ist das Problem schon seit geraumer Zeit Thema. Jetzt hat der Bauausschuss einstimmig beschlossen, eine Erweiterung des Parkplatzes zu prüfen. Damit folgte das Gremium einem Antrag der Feuchter CSU, den deren Fraktionsvorsitzender Oliver Siegl eingebracht hatte.

Hohe Zuschüsse vom Freistaat

Siegl weiß zwar von der angespannten Haushaltslage in Feucht, weist aber auf eine mögliche Förderung durch den Freistaat hin, die jetzt erhöht wurde. 75 Prozent der zuschussfähigen Kosten übernimmt der, wenn Kommunen ihre Park-and-Ride Plätze ausbauen.

Dabei geht es unter anderem um die Luftreinhaltung in Großstädten, im konkreten Fall in Nürnberg, Fürth und Erlangen. Projekte im Umland an der S-Bahn-Strecke sollen gefördert werden, damit noch mehr Autofahrer ihre Wagen auf Parkplätzen an den Bahnhöfen stehen lassen.

Parkdeck in Feucht – Entlastung für die Wohngebiete

Wenn also mehr Stellplätze am Bahnhof zur Verfügung stehen, bedeutet das in Feucht auch eine Entlastung für die Wohngebiete Alte Siedlung und Weißenseestraße.

Die S-Bahnen werden in Feucht sehr gut genutzt, betonte Bürgermeister Konrad Rupprecht, dessen Kommune die einzige neben Nürnberg ist, in der mehr als eine S-Bahnlinie verkehrt. „Aber uns fehlen die Parkplätze.“ Rupprecht unterstützt deshalb ausdrücklich den Antrag der CSU. Eine Erweiterung des bestehenden Platzes könne möglicherweise mit dem Bau eines Parkdecks realisiert werden. „Das lässt sich relativ günstig erstellen.“

„Geld in die Hand nehmen“

Und spart auch Fläche – ein Umstand, der für Pia Hoffmann-Heinze (Grüne) für den Bau eines Parkdecks spricht. Lothar Trapp (SPD) ist mit der Erweiterung des Park-and-Ride Platzes rundum einverstanden. „Wenn die Förderung stimmt, sollte man Geld in die Hand nehmen, wir stimmen hier zu.“ Zumal mit den Zuschüssen auch der Bau eines zusätzlichen Bike-and-Ride Platzes für Fahrräder gefördert wird. Seine Fraktionskollegin Petra Fischer begrüßte es, dass die Verwaltung jetzt in eine Prüfung des Projekts einsteigt.

Dem Ausschuss soll die Feuchter Bauverwaltung mit Abschluss der Prüfung berichten, was möglich ist, wie hoch die Zuschüsse am Ende sein werden und welche Möglichkeiten zur Parkplatz-Erweiterung sich ergeben.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten