Eröffnung des neuen Jugendzentrums Feucht

„Neu, modern und zeitgerecht“

Claus Graber von Mimikry sorgte mit Feuerspucken für Unterhaltung und brachte damit symbolisch zum Ausdruck, dass das Feuer der Begeisterung im neuen Jugendzentrum Feucht nie ausgeht. | Foto: Märtl2016/06/juz_einweihung_1.jpg

FEUCHT – Lob und Anerkennung von allen Seiten für das neue Feuchter Jugendzentrum an der Schulstraße, das nun – nachdem es die Jugend bereits vor drei Monaten bezogen hat – nach Fertigstellung der Außenanlagen offiziell eingeweiht wurde. Damit ist der Campus, zu dem auch Mensa und ein Hort zählen, komplettiert. Die Marktgemeinde hat dafür insgesamt acht Millionen Euro investiert, allein das Jugendzentrum hat 3,2 Millionen Euro gekostet. Worauf man auch hier stolz sein kann: Der Kostenrahmen wurde eingehalten.

Bürgermeister Konrad Rupprecht hatte zur Feier vor allem jene eingeladen, die ihren Teil dazu beigetragen haben, „damit das JuZ zu einem phänomenalen Treff für die Kinder und Jugendlichen sowie die pädagogischen Fachkräfte wird.“

Er erinnerte an das Jahr 2012, als man sich im Marktgemeinderat einig war, auf diesem Gelände ein Großprojekt mit Mensa, Hort und JuZ entstehen zu lassen. Mensa und Hort sind bereits seit dem letzten Jahr in Betrieb und nun sei auch das JuZ nach der Übergangszeit in den Raummodulen an der Wilhelm-Baum-Halle wieder am alten Standort zurück, „aber in einem neuen Gebäude, modern und zeitgerecht.“

Alten Treffpunkt zurück

Die Kinder und Jugendlichen hätten jetzt ihren alten Treffpunkt zurück, an dem sie gemeinsam ihre Freizeit verbringen können: eine im Trend liegende und barrierefreie Einrichtung lädt in fetziger Aufmachung zum Verweilen ein, bunte Sitzgelegenheiten und separate Bandräume erleichtern das Lernen, Spielen und Musizieren, auf der neuen Bühne kann man es richtig krachen lassen, ein eigener Mädchenraum sowie der Tanz- oder Bastelraum setzen der Kreativität keine Grenzen; Beratung in allen Lebenslagen und Unterstützung bei Bewerbungen und im Beruf finden hier ein offenes Ohr, Ferienbetreuung sowie Sportangebote sind im JuZ-Programm fest integriert und die räumliche Nähe zur Schule und zum Bahnhof ist ein echter Pluspunkt für das JuZ.

Die beengten Platzverhältnisse im Container würden der Vergangenheit angehören. Deswegen galt dem JuZ-Team um Leiter Manfred Schmid ein herzliches Dankeschön. Es habe das Beste aus dieser provisorischen Übergangslösung gemacht.

Allen am Bau Beteiligten dankte er für das sehr gelungene Ergebnis und die ausgezeichnete Zusammenarbeit: Planern, Projektanten, ausführenden Handwerkern und Baufirmen, Gutachtern und Bauüberwachern, Behörden, dem Marktgemeinderat und den Beteiligten aus seiner Verwaltung.

Räume selbst gestaltet

Architekt Rudolf Scherzer schloss sich diesen Dankesworten uneingeschränkt an. Die hervorragende Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus der Marktgemeinde habe zu einem guten Ergebnis geführt, zu dem auch die Fachplaner, das JuZ-Team um Manfred Schmid und die Jugendzentrums-Nutzer, die von Anfang an eingebunden waren, ihren Beitrag leisteten. Scherzer: „So wurde das Optimale erreicht.“

Scherzer erinnerte  kurz an das alte JuZ, in dem gerade mal eine Nutzfläche von 500 Quadratmetern zur Verfügung stand. Jetzt wären es auf drei Ebenen insgesamt 1500 Quadratmeter. Die Idee war es, das Gebäude und die Räume architektonisch so zu gestalten, dass für die Nutzer genügend Freiraum bleibt, diesen selbst zu gestalten. Beim Rundgang konnte man sich dann überzeugen, dass die Nutzer seit dem Einzug diese Möglichkeit entsprechend genutzt haben.  Vor allem gestalterisch hat sich eine eigene Arbeitsgruppe eingebracht, was man auch an der Fassade erkennen kann: in einem Workshop mit den Graffiti-Profis von Quintessenz, deren Werke Inhalt und Nerv der Nutzer treffen, haben Mädchen und Jungen ihre eigenen  Graffitis gestaltet, die sehr gelungen sind.

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Ausgezeichneter Lärmschutz

Obwohl in den drei Proberäumen für Bands im Keller so richtig die Post abgeht ist draußen so gut wie nichts zu hören. So soll es auch sein, steht das JuZ doch mitten in einem Wohngebiet. Auch sonst dringt angesichts der ausgeklügelten Architektur und des damit verbundenen Lärmschutz im Gebäude auch bei Konzerten so gut wie kein Lärm nach draußen.  Scherzer wünschte den Nutzern „viel Spaß, viele Ideen und alles Gute.“

Von ausschließlich positiven Rückmeldungen konnte JuZ-Leiter Manfred Schmid berichten, der das Lob so auf den Punkt brachte: „Sehr sehr gut gelungen.“ Man wisse zu schützen, was die Marktgemeinde hier investiert habe. Höchste Anerkennung für die Jugend- und Familienfreundliche Marktgemeinde Feucht kam aus dem Mund von Landrat Armin Kroder. Mit dem JuZ habe man in die Zukunft investiert und der Jugend einen gelungenen Freiraum zur Verfügung gestellt.

Dass man angesichts der vorbildlichen Jugendarbeit der Marktgemeinde Feucht  dieses Vorhaben gerne mit einem Zuschuss von über 381.400 Euro gefördert habe, betonte Bernd Endress von der Förderstelle des Bayerischen Jugendrings. Im Juz selbst wären die hohen Standards, die der BJR fordert umgesetzt worden. Das ganze Haus sei barrierefrei.

Für den Kreisjugendring war dessen Geschäftsführerin Bruni Schmidt begeistert: „Das ist richtig gelungen.“

Eingeweiht wurde das neue Gebäude dann von Pfarrer Roland Thie („Ein Haus, um Gemeinschaft zu erleben.“) und Pfarrer Edwin Grötzner („Die Jugend braucht eigenen Lebensraum um Erfahrungen zu machen.“).

Zur Feier des Tages spendierte die Marktgemeinde den Gästen und besuchern nicht nur Essen und Trinken sondern auch ein buntes Unterhaltungsprogramm mit „Mimikry“ auf der Freifläche zwischen JuZ, Mensa, Hort und Schulgebäude.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl