Buntes Programm bei der jüngsten Prunksitzung von Feucht-fröhlich

Närrische Ehrengäste

Auch in disesem Jahr gaben die „Flecklashexen“ wieder alles.2013/01/prunk2_New_1359298801.jpg

FEUCHT – Einen Abend von Franken für Franken mit einem „Ausländer“ (Leutschachs Bürgermeister Erich Plasch) versprach Präsident Werner Zobel den Besuchern der Prunksitzung in der Reichswaldhalle. Und diese hatten sich nicht nur teilweise fantasievoll verkleidet, sondern honorierten die gezeigten Leistungen auch mit stürmischem Applaus, Schlachtrufen und „Raketen“.

Die Allersberger Flecklashexen eröffneten bunt und sprunggewaltig die Darbietungen und erhielten dafür wunschgemäß nicht nur eine Wurstplatte, sondern dazu auch Brot, Senf und Gurken. Zwischen dem Marschtanz der Juniorengarde und dem Auftritt der Buzzerla auf dem Bauernhof begrüßte Werner Zobel nicht nur den Hausherrn, 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht, sondern auch zahlreiche weitere Ehrengäste.

Diese durften sich natürlich auch über den diesjährigen Sessions-Orden freuen. Im Namen aller bedankte sich Landrat Armin Kroder. Er gratulierte Mecki Binder zur Auszeichnung und zeigte sich froh, solche Menschen im Landkreis zu haben. So wie bei Feucht-fröhlich steht auch bei ihm der 40. Geburtstag bevor und er würdigte die drittkleinste Gemeinde mit der drittgrößten Einwohnerzahl, die im Faschingsgeschehen im Landkreis Nürnberger Land eine Spitzenposition einnimmt.

Bekannte Künstler mit dabei

Von der Leistungsfähigkeit der Faschingsgesellschaft konnten sich dann auch die Besucher überzeugen. Werner Zobel hatte wieder bekannte Künstler eingeladen für sein Programm, die das Publikum bestens unterhielten. Den Anfang machte Wolfgang Düringer als „Aktiv-Rentner“, der von seiner Freizeitgestaltung, dem Alltag mit seiner Frau und seinen Freunden berichtete. Großen Lacherfolg erzielte er mit der Tätowierung „Oma Anke“ auf seinem Bauch, die sich beim Anheben desselben als „Atomkraft – nein danke“ aus den 68ern entpuppte.

Aktiven-Tanzmariechen Selina Siegl und die „Wild Boys“, die diesmal durch „Old Boys“ aus dem Elferrat verstärkt wurden, steigerten die Stimmung im Publikum erheblich. Die Jugendgarde präsentierte beim Marschtanz ihre neuen Kostüme, zu deren Finanzierung der Landrat und der 1. Bürgermeister erheblich beigetragen haben, wofür sich Werner Zobel besonders bedankte.

Über die Franken, ihren Dialekt, ihre Besonderheiten und ihre Stammtischgewohnheiten plauderte der „Franke unterwegs“, Heinz Haffki. Dass in ihm ein schlanker Kerl steckt, der raus will, aber mit Schäufele erfolgreich zurückgehalten werden kann, amüsierte die Besucher genauso wie die Bezeichnung für seinen Bauch als „Airbag für Fußgänger mit Seitenaufprallschutz“.

Unglaubliche Überschläge, Sprünge und Grätschen vollführte Wirbelwind Sophie Renner, das Junioren-Tanzmariechen, das mit stürmischem Beifall bedacht wurde. Ihr eifert auch das Jugend-Tanzmariechen Mara-Fee Schönweiß nach, mit großem Erfolg. Zwischen den beiden Auftritten wurden verdiente Aktive der FG Feucht-fröhlich von Mecki Binder, Richard Willandsheimer und Peter Kerschbaum geehrt. Alena Gütinger-Meier und Monika Mendl dürfen sich mit dem Verbandsorden schmücken, die Ehrennadel in Silber ging an Andreas Kressin und Armin Meier, die Ehrennadel in Gold an Ulrike Rang, Angelika Wolfsteiner und Hans-Jürgen Schickert. Der Verdienstorden wurde an Brunhilde Paschke und Doris Zobel verliehen und über die höchste Auszeichnung, den Till in Silber, durfte sich Roswitha Wenzel freuen. Alle Geehrten haben sich durch langjährige Zugehörigkeit zum Verein und besondere Verdienste diese Auszeichnungen verdient und erhalten damit die entsprechende Anerkennung.

„Rapper“ Jochen Burk

Die Juniorengarde brachte mit ihrem „Aufstand der Puppen“ das Publikum wieder in Bewegung und machte dann die Bühne frei für den „Rapper“ Jochen Burk. Dass VIPs auch in Gostenhof Backen straffen und Lippen aufspritzen könnten und das umsonst und lang anhaltend, kam gut an. Die Prunksitzung zum Downloaden für zuhause und die Ordensverleihung zum Cutten („wo entsorgt ihr bloß das ganze Blech?“) sorgten für Erheiterung. Und großen Erfolg bei den Besuchern hatte er mit dem Rückblick „Bei uns war‘s a schee“.

Mit einer ausgeklügelten Choreografie und perfekt aufeinander abgestimmt überzeugte die Aktivengarde bei ihrem Marschtanz, bevor Sven Bach als „fränkischer Mundwerker“ die Unterschiede zwischen Franken und den anderen Mitmenschen erklärte. Das Publikum war von seinen Ausführungen begeistert und sehr verständnisvoll, als er an seinem Rad die Luft aus Fürth wieder entfernte, die ihm ein Plattfuß am Arbeitsplatz eingebracht hatte.

Wie schon bei der Benefiz-Prunksitzung in Röthenbach durften die Hexen auch diesmal wieder die Bühne „stürmen“ und ihr „Synchron-Schwimmen“ präsentieren. Die „grazile“ Vorführung wurde begeistert aufgenommen.

Von der Buchnesia war Vizepräsident Harald Meyer gekommen, der als Hobbykoch über seine wachsende Leidenschaft berichtete, die von Fernsehsendungen ausgelöst wurde. Dass er dabei auf etliche Schwierigkeiten stieß, konnten die Besucher gut nachvollziehen, genauso wie die Bemühungen von Rainer Breunig, eine passende Frau zu finden mit Hilfe von Zeitungs-Annoncen, Flirtversuchen in der Disco, Telefon-Hotlines oder Partnervermittlungen. Nachdem das Männerballett den Mond erobert hatte, wurde es laut im Saal, die „Wendengugge“ aus Wendelstein zogen ein und die Zuschauer mit ihren tollen Kostümen und ihrer Musik in ihren Bann. Wesentlich leiser agierte Bauchredner Guy Peters mit seinen Freunden, der Schlafsocke, dem Präsidenten aus dem Bayerischen Wald und Rockefeller, dem Sohn aus 3. Ehe. Sehr zum Vergnügen der Besucher führte er seine Kunst dann auch an Manfred Göhring und Barbara Räbel vor.

Auf der Abnehmfarm

Die Aktivengarde lud in ihrem Schautanz „auf die Abnehmfarm“ ein und verblüffte zu später Stunde mit schnellen Erfolgen bei ebensolchen Bewegungen. Solche Kraftakte trauten sich die Besucher da nicht mehr zu, sie feierten lieber die Aktiven noch einmal beim Finale, als sich Präsident Werner Zobel bei allen Mitwirkenden auf und hinter der Bühne bedankte, bei den Technikern und dem Musiker Wolfgang Deinzer und beim Publikum, das er noch auf die Fastnacht in Franken am 1. Februar im Bayerischen Fernsehen hinwies.aw/173

Zu den Ehrengästen gehörten vor allem Bezirkstagspräsident Richard Bartsch, der den Ehrenbrief des Bezirks an Mecki Binder verlieh (siehe Bericht, Seite 1). Daneben zeigten sich Landrat Armin Kroder, 2. Bürgermeisterin Katharina von Kleinsorgen, der 1. Bürgermeister von Leutschach, Erich Plasch, die Gemeinderätinnen Inge Jabs und Petra Fischer, der katholische Pfarrer Edwin Grötzner, vom Ordens-Sponsor Parkside Dr. Ralph Munck und Hans-Günther Kraus, Vorstand Manfred Göhring und der Leiter der Privatkundenabteilung Heinz Liebel von der Raiffeisenbank, Barbara Räbel, Geschäftsstellenleiterin der Sparkasse, der Vorstand des Arbeitskreises Feuchter Gewerbe, Alexander Hommel, Bernd Jakob vom Hausmeisterservice Jakob, Thomas Kienlein und Tobias Vogel von T&T Elektrotechnik, Gabriele Drechsler und Günter Matt von der Rapid-Reinigung, Jürgen Six von der Lebenshilfe Nürnberger Land, von der FG Feucht-fröhlich Ehrenvorstand Erwin Peter, die Ehrensenatoren Walter Kicherer und Helmut Reich, die Senatoren Norbert Bogner, Rudi Deuerlein und Peter Apel, vom Fastnachtsverband Franken Richard Willandsheimer und Peter Kerschbaum sowie Vertreter befreundeter Faschingsgesellschaften – vom Nürnberger Trichter, der Nürnberger Burg Narren, von Blau-Rot Unterasbach, Grün-Weiß Zwiebelonia Beilngries und vom Faschingskomitee Allersberg.

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