BR-Fernsehteam drehte Beitrag über Kriegsflüchtling aus Syrien

Malek packt bei der Tafel in Feucht täglich mit an

Abdumalek Saadeddin (rechts) arbeitet täglich bei der Tafel. Ein Kamerateam des BR sah dem Asylbewerber dabei im Feuchter Lebensmittellager über die Schulter. | Foto: Kappes2016/02/db-feuchtasylmalek.jpg

FEUCHT – Am Mittwoch schaute ein Fernsehteam in der Zeidlergemeinde vorbei, um Flüchtling Abdumalek Saadeddin zu interviewen. Bis er seine Arbeitserlaubnis erhält, packt der Syrer ehrenamtlich bei der Tafel fürs Nürnberger Land mit an.

Täglich, bis auf Sonntag, arbeitet Saadeddin beim Verein der Tafel, packt Kisten, räumt Lebensmittel um und hilft in der Unterkunft im Hotel Bauer: Sortiert die Waren und verteilt sie an die Feuchter Asylbewerber. Im Untergeschoss der Unterkunft gibt es seit zwei Monaten eine „kleine Tafel“: Frischware, die bei der Ausgabe am Dienstag und Samstag übrigbleibt, wird an die Flüchtlinge verteilt. Saadeddin war es ein dringendes Anliegen, zu arbeiten. „Es ist schön, abends müde ins Bett zu gehen“, sagt der Familienvater.

Warten auf die Arbeitserlaubnis

Nach einer dramatischen Flucht aus Syrien (wir berichteten), lebt er seit drei Monaten in Feucht. Seine Frau und die drei Kinder sind mittlerweile auch in der Region untergebracht. Der Lkw-Mechaniker hatte eine große Werkstatt. Sein Unternehmen war eine der drei syrischen Vertretungen für die Firma Volvo. Gern würde er auch in Deutschland seinen Beruf ausüben. Bislang hat er allerdings noch keine Arbeitserlaubnis.

Seine freundlichen Kollegen schätzt Malek sehr, wie den kleinen Mann mit dem großen Lächeln alle nennen. Alles gefalle ihm an der Arbeit, sagt Malek lachend. „Es ist eine interessant, die Leute sind nett“ und er könne jeden Tag Deutsch üben, diese schwierige Sprache, die für das Leben hier doch so wichtig ist.

Für ein Team des Bayerischen Rundfunks war Maleks Geschichte das passende Thema, um ihn zu filmen für einen Beitrag über „Integration durch Arbeit“ der  Frankenschau-Sendung.

Der Beitrag ist am Dienstag, 3. Februar um 17.30 Uhr auf oder online in der Mediathek des BR unter dem Stichwort „Frankenschau“ zu sehen.

N-Land Kai Mirjam Kappes
Kai Mirjam Kappes