Generalsanierte Staatliche Realschule Feucht eingeweiht

„Lehren und lernen macht wieder Spaß“

Der symbolische Akt der Schlüsselübergabe (v. l. ): Direktor Günther Sperber, Landrat Armin Kroder und Petra Münch vom Büro Coplan, die den erkrankten Architekten Ralf Löw vertrat. Foto: Lorenz Märtl2014/11/realschule_neu_1.jpg

FEUCHT – Innerhalb weniger Wochen hat der Landkreis Nürnberger Land nach der Fachakademie und der Schulschwimmhalle in Altdorf mit der für rund 13 Millionen Euro generalsanierten Staatlichen Realschule Feucht das dritte Großprojekt eingeweiht. Von einem „erfreulichen und schönen Anlass“ sprach Landrat Armin Kroder, der daran erinnerte, dass der Landkreis derzeit dabei sei,  ein ehrgeiziges Schulsanierungsprogramm konsequent abzuarbeiten. Er zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis und war guter Hoffnung, das auch der noch anstehende Anbau von vier Klassenzimmern, die Neugestaltung des Pausenhofes und die Verwirklichung der Außenanlagen gut zu Ende gebracht werden.

Zufrieden zeigte er sich dahingehend, dass es gelungen sei, den gesteckten Kostenrahmen einzuhalten. Die nun zur Verfügung stehende Schule, die sozusagen ihren zweiten Geburtstag feiern könne biete einen angenehmen Rahmen für jene, die dort lernen und arbeiten. Kroder machte deutlich, dass man gemeinsam ein gutes Ergebnis erreicht habe.

120 gute Gründe

Die 120 Seiten des aktuellen Jahresberichts der Schule  bezeichnete er als 120 gute Gründe für die Investitionen in die Realschule. Neben der energetischen Sanierung der Baukörper und der Optimierung des Brandschutzes habe man vor allem in die Technik investiert.

Hier, so der Landkreischef, sei Technik das Hilfsmittel für die Bildung und deswegen an der richtigen Stelle. Er bestätigte der Staatlichen Realschule Feucht eine gute Entwicklung. Nach wie vor sei der Zuspruch enorm, Beweis dafür, dass man an der richtigen Stelle investiert habe. Pauschal dankte er allen, die  zur Verwirklichung des Großvorhabens ihren Teil beitrugen.
Abschließend wünschte er der Schule, dass hier immer ein guter Geist herrsche und sich die Menschen mit großem Respekt begegnen. Das sei eine gute Grundlage für das spätere Leben.

Beste Investition in Zukunft

Der Ministerialbeauftragte für die Realschulen in Mittelfranken, Johann Seitz, zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Sanierung. Gemeinsam habe man die Herausforderung angenommen und Zukunft gestaltet. Investition in die Bildung sei die beste Investition in die Zukunft, meinte der Ministerialbeauftragte, der die Gelder des Landkreises und des Freistaates Bayern richtig angelegt sah. Er verwies auf den tiefgreifenden Wandel in der Schullandschaft, den man auch bei den Sanierungen berücksichtigen müsse. Hier habe man diese Aufgabe sehr gut gelöst und Voraussetzungen geschaffen, die notwendig sind. Die Schule werde nämlich immer mehr zum Lern- und Lebensort.

Nun liege es an Lehrern und Schülern die neuen Räumlichkeiten optimal zu nützen.  Angesichts motivierter Lehrkräfte, wissbegieriger Schüler und interessierter  Eltern werde dies sicher der Fall sein.
„Einrichtungen für die Zukunft haben bei uns einen sehr hohen Stellenwert“, befand Feuchts 1. Bürgermeister Konrad Rupprecht, der Lehrern und Schülern trotz Baustelle zum Durchhaltevermögen gratulierte,. „Mit dem Ergebnis können wir zufrieden sein“, war sein Fazit. „Hier macht lehren und lernen wieder Spaß.“
Er dankte dem Landkreis für sein Engagement, das auch eine Aufwertung für den Markt Feucht sei. 

Immer eingebunden

„Wir waren immer bestens informiert und eingebunden“, betonte die Vorsitzende des Elternbeirats, Gerlinde Germann. Man sei stolz auf eine „Schule die Freude macht“, war ihr Fazit, verbunden mit einem kleinen Geschenk an Direktor Sperber als Dank für das gute Miteinander.
Das brachte auch Schülersprecher Nicola Jansen zum Ausdruck. „Das neue Schulhaus ist ein großer Erfolg“, war seine Feststellung. Dass man diese Räumlichkeiten als erste nützen kann stimme sehr stolz. Er versprach, das man alles tun werde, damit auch die nachkommenden Schülergenerationen die
gleiche Freude am lernen haben können.

Große Vorfreude

Stolz sei man auch auf die neue Küche, wofür er dem Elternbeirat und dem  Freundeskreis der Realschule, vertreten durch den Vorsitzenden Werner Kundörfer, dankte. Groß sei schon jetzt die Vorfreude auf die Verwirklichung der nächsten Schritte, die zusätzlichen vier Klassenzimmer und die Außenanlagen.
Beim symbolischen Akt der Schlüsselübergabe fehlte wegen kurzfristiger Erkrankung Architekt Ralf Löw als eine der Hauptpersonen. Direktor Sperber, Landrat Armin Kroder und die Elektroplanerin Petra Münch meisterten diesen Part trotzdem medienwirksam. Den Segen der Kirchen für das sanierte Schulgebäude spendeten dann gemeinsam der katholische Pfarrer Edwin Grötzner  und Vikarin Katharina Werner von der evangelischen Kirchengemeinde, die auch der Fachschaft Religion der Staatlichen Realschule Feucht angehören.

An seinen Vergleich der bayerischen Legehennenverordnung mit dem Platzbedarf eines Lehrers an der Staatlichen Realschule Feucht, der beim damals amtierenden Landrat Helmut Reich alles andere als gut angekommen sei, erinnerte der frühere Realschuldirektor Anton Balzer, in dessen Amtszeit der Beginn der Sanierung fiel.

Schon das neue Lehrerzimmer, auf das man dann wieder verzichten musste, sei ein großer Erfolg gewesen. Als dann seitens des Landkreises die  Generalsanierung angekündigt wurde habe sich die sprichwörtliche Improvisationsgabe des Kollegiums erneut bewährt.
Wenn er nun das Erreichte sehe, dann stimme ihn das persönlich auch ein wenig stolz. „Vieles was wir erträumt, erwartet und hartnäckig gefordert haben wurde umgesetzt.“

Eine Herausforderung

Die Übernahme der Schulleitung mitten in der Sanierungsphase sei für ihn eine große Herausforderung gewesen, resümierte Direktor Günther Sperber. Er lobte nicht nur die gute Zusammenarbeit innerhalb der Schule sondern auch mit den planenden Stellen und dem Landratsamt. Gemeinsam habe man das Vorhaben gemeistert und deswegen könne man heute auch gemeinsam stolz sein.
Zwar bleibe noch der Charme einer Baustelle, aber mit der Einweihung sei ein wichtiges Etappenziel erreicht. „Wir sind für die Zukunft bestens gerüstet“, war seine abschließende Feststellung.

Mit Konrektor Christian Schütz, der den Ablauf koordinierte, führte er dann durch die sanierte Schule. Unter den vielen Gästen auch MdL Norbert Dünkel, die stellvertretenden Landräte Norbert Reh und Cornelia Trinkl, die Bürgermeister Erich Odörfer, Michael Schmidt, Joachim Lang, Ruth Thurner sowie viele Kreisrätinnen und Kreisräte. Umrahmt wurde die Feier vom Schulorchester mit Pavel Sandorf, dem Chor und einer Bändervorführung der 7a/e.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl