Antrag der Grünen

Klimanotstand in Feucht?

Was bedeutet das für das Klima? Unter diesem Gesichtspunkt wollen die Feuchter Grünen künftig jede Entscheidung des Gemeinderats beurteilen. | Foto: Adobe Stock2019/06/Feucht-Klimanotstand-Adobe-Stock.jpeg

FEUCHT – Die Feuchter Grünen wollen den Klimanotstand ausrufen und künftig jeden Gemeindebeschluss einer Klima-Prüfung unterziehen. In Kürze wird sich ein Ausschuss der Marktgemeinde mit dem Thema beschäftigen.

„Der Markt Feucht erkennt an, dass die bisher ergriffenen Maßnahmen und Planungen in Deutschland nicht ausreichen werden, um die Erderwärmung bis 2050 auf die angestrebten 1,5 Grad Celsius zu begrenzen“, heißt es in dem Antrag der Feuchter Grünen wörtlich. Deshalb solle die Marktgemeinde ab sofort bei jeglichen Entscheidungen die Auswirkungen auf das Klima berücksichtigen. Und diejenigen Lösungen bevorzugen, die konsequent den Klima-, Umwelt- und Artenschutz berücksichtigen und den Klimawandel und dessen Folgen abschwächen. „Im Zweifelsfall soll pro Klimaschutz entschieden werden“, heißt es in dem Antrag weiter.

Erster Schritt: mehr Laubbäume pflanzen

Ferner soll die Verwaltung den Gemeinderat jährlich über Fortschritte und Schwierigkeiten beim Reduzieren von Emissionen unterrichten. Und bereits jetzt prüfen, wo im Gemeindegebiet Laubbäume gepflanzt werden können, um den Anteil CO2-absorbierenden und mikroklimatisch wirksamen Bewuchses maximal zu erhöhen. Ihre Klimaschutzkonzepte müsse die Gemeinde entsprechend überarbeiten und die Bürger sollen bestmöglich eingebunden werden. So wollen die Grünen „das Bewusstsein für ein Umdenken und dringende Verhaltensänderungen“ schaffen.

Als Grund für den Antrag nennen die Feuchter Grünen den Klimawandel mit seinen irreversiblen Folgen sowie das Pariser Klimaabkommen von 2015. Dieser völkerrechtliche Vertrag müsse auch auf kommunaler Ebene umgesetzt werden.

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