Sozialwohnungen am Josef-Schlosser-Weg

Kauft der Markt das Wäldchen?

Es geht um dieses Waldgrundstück, eingegrenzt im Norden vom Josef-Schlosser-Weg, im Süden durch die Bebauung am Meisenweg und im Westen durch die A 9. Hier sollen auf einem Teil der Fläche Sozialwohnungen entstehen. | Foto: Screenshot Google Maps2019/11/Feucht-Josef-Schlosser-Waeldchen.jpg

FEUCHT – In Feucht fehlt wie in anderen Kommunen günstiger Wohnraum. Darüber herrscht Einigkeit im Marktgemeinderat. Eine große Mehrheit in diesem Gremium ist auch dafür, am Josef-Schlosser-Weg Sozialwohnungen zu bauen.

Die Grünen und Franken-Marktgemeinderat Christian Nikol allerdings lehnen das Bauvorhaben ab, weil dafür ein Teil des an die Autobahn angrenzenden Wäldchens geopfert werden müsste. Außerdem kämpft die Bürgerinitiative Pro Grün weiter gegen eine Bebauung des Wald-Grundstücks. Die CSU hat jetzt einen neuen Antrag eingebracht, den der Feuchter Hauptausschuss in nichtöffentlicher Sitzung behandelt hat.

CSU möchte sozialen Wohnungsbau sichern

Oliver Siegl, Fraktionschef und Bürgermeisterkandidat der Feuchter Christsozialen, will mit dem Antrag sicher stellen, dass auf dem umstrittenen Gelände am Josef-Schlosser-Weg am Ende tatsächlich sozialer Wohnungsbau entsteht.

Mehrfach waren nämlich im Gemeinderat Bedenken vorgebracht worden, dass der Eigentümer des Grundstücks nach einer Änderung des Flächennutzungsplans möglicherweise ganz normale Wohnbebauung schaffen und auf die dringend benötigten Sozialwohnungen verzichten könnte.

Erste Schritte Richtung Kauf

Für die CSU ergibt sich die Alternative, dass der Markt Feucht das Wäldchen am Josef-Schlosser-Weg kauft und dann zweckgebunden mit Sozialwohnungen bebauen lässt. Der Markt Feucht hat es mit dem Kauf in der Hand, betont Siegl, die Bebauung mit Sozialwohnungen sicher zu stellen.

Die CSU hat deshalb im Hauptausschuss beantragt, mit dem in Berlin wohnenden Eigentümer des Grundstücks Kontakt aufzunehmen. Über dessen Bereitschaft zum Verkauf und seine Preisvorstellungen solle sich die Verwaltung informieren. Die Debatte über den Antrag fand im Hauptausschuss hinter verschlossener Tür statt, weil es sich hier um eine Grundstücksangelegenheit im Zusammenhang mit einem möglichen Kauf handelt, ein Thema, das grundsätzlich nichtöffentlich behandelt wird.

Weiteres im Gemeinderat

Am 12. Dezember wird sich der Marktgemeinderat dann mit der Angelegenheit befassen. Jörg Wendefeuer von der Bürgerinitiative Pro Grün kündigt bereits an, dass er und seine Mitstreiter für den Erhalt des Wäldchens dann im Sitzungssaal präsent sein werden.

N-Land Alex Blinten
Alex Blinten