Neues Blockheizkraftwerk des Walburgisheims eingeweiht

Jahresprojekt sorgt für Wärme und Strom

Walburgisheim-Verwaltungsleiter Norbert Clausen (links) zeigte sich bei der Einweihung des neuen BHKW durch Pater Heinrich Grumann, Präses und Vorsitzender des SLW-Vorstands in Anwesenheit der Sponsoren und Unterstützer sehr dankbar für die erfahrene Unterstützung. | Foto: Märtl2016/12/bhkw_einweihung.jpg

FEUCHT – Die Erneuerung der Heizung und der Einbau eines Blockheizkraftwerks (BHKW) war für das Walburgisheim ein wirklich großes Projekt. „Nun haben wir es geschafft“, konnte Verwaltungsleiter Norbert Clausen vermelden, „das Blockheizkraftwerk ist installiert und die Finanzierung ist gesichert.“ Dies nahm er bei der offiziellen Inbetriebnahme und Einweihung der Anlage zum Anlass all denen von ganzem Herzen danken, die das Walburgisheim bei der Umsetzung des Jahresprojekts 2016 unterstützt haben.

Der Startschuss zu der Aktion fiel im März. Und schon damals herrschte bei den Impulsgebern, zu denen neben Verwaltungsleiter Norbert Clausen Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht, der Vorstandsvorsitzende der Raiffeisenbank Altdorf-Feucht eG, Manfred Göhring und Stefan Thiel von Thiel Montagen zählten, große Zuversicht, das gesteckte Ziel, die Finanzierung von 100.000 Euro größtenteils durch Sepnden zu realisieren bis Jahresende zu erreichen.

Der Grundstock war damals bereits gelegt, aus Zuschüssen des Marktes Feucht (Co-Finanzierung Kindertagesstätten gemäß BayKiBiG) und einer großzügigen Spende von Stefan Thiel. Und die Raiffeisenbank sagte zu, bei jedem 10.000er-Sprung des Spendenbarometers einen 1000-Euro-Scheck draufzulegen.

Nach mehr als zwanzig Jahren musste die Heizung im Walburgisheim dringend erneuert werden. Neben dem hohen Verbrauch, den die alte Heizung mit sich brachte, waren es vor allem die Steuerungseinheiten, die immer größere Sorgen bereiten. Für manche Schaltelemente gibt es bereits seit längerem keine Ersatzteile mehr und selbst auf dem „Gebrauchtteilemarkt“ wurde die Beschaffung immer schwieriger. Man entschied sich für ein Blockheizkraftwerk sowie einen Spitzenlastkessel mit entsprechenden Pufferspeichern.

Sparsame Gasbrennwertgeräte

Blockheizkraftwerk und Spitzenlastkessel werden als Gasbrennwertgeräte betrieben. Auf diese Weise wird nun nicht nur sparsamer und umweltschonender als bisher geheizt, sondern gleichzeitig ein großer Teil des notwendigen Stroms selbst erzeugt. Beides zusammen, so unterstrich Clausen bei der Inbetriebnahme, trage zum Umweltschutz bei und reduziere die laufenden Ausgaben der Einrichtung. Norbert Clausen spricht von einer Größenordnung von 15.000 Euro im Jahr, die man dann für andere wichtige Zwecke der Einrichtungen vor Ort verwenden kann.

Aus Altötting war Pater Heinrich Grumann, Präses und Vorsitzender des SLW-Vorstands gekommen. Er lobte den Ideenreichtum von Norbert Clausen bei der Spendenbeschaffung, dankte Gönnern und Spendern und erteilte der neuen Anlage den kirchlichen Segen, mit der Bitte, dass alle Erwartungen in Erfüllung gehen. Dann durfte Haustechniker Johann Iberl den Schalter umlegen und das BHKW anfahren.

Norbert Clausen legte dann eine detaillierte Abrechnung der eingegangenen Mittel und Spenden für die Maßnahme, die auf 100.000 Euro veranschlagt ist, vor. Anteil Kindertagesstätte (Kindergarten und Hort), Zuschuss Markt Feucht 29.500 Euro. Der Anteil der Jugendhilfe in Höhe von 70.500 Euro wird gedeckt über folgende Spenden und Zuwendungen: Smurfit Kappa 30.000 Euro, Spende Thiel 10.000 Euro, Spende Excella 5000 Euro, Spende Raiffeisenbank Altdorf-Feucht 6000 Euro, Mitgliederförderpreis Raiffeisenbank 500 Euro, diverse Einzelspenden 7275 Euro, Zuschuss Feuchter Gemeindewerke 300 Euro, Zuschuss Markt Feucht 300 Euro, Anteil aus Pflegesatz 8700,73 Euro, Anteil SLW/Walburgisheim 2424,27 Euro.

„Ich bin dankbar, dass sie alle geholfen haben. Das ist ein schönes Gefühl“, meinte Clausen, der sich besonders darüber freute, erstmals Landrat Armin Kroder begrüßen zu können.

Der sprach von einem „sozialen Landkreis“, der die vielen Sozialverbände braucht, um ihn letztendlich mit Leben zu erfüllen. einer dieser Träger sei das Seraphische Liebeswerk mit seinen Einrichtungen in Feucht. Die Gebäuede und ihre Einrichtungen wären zwar als Rahmen wichtig, aber noch wichtiger sei, was hier für die Kinder geleistet werde. Und er könne bestätigen, dass hier ein guter Geist herrsche und gute Arbeit geleistet werde.

Wenn man nun auch noch eine Einrichtung in Betrieb nehme, die der Energieeinsparung und Nachhaltigkeit diene, dann sei dies ein wichtiger Beitrag für eine lebenswerte Umwelt.

Zum „nachhaltigen und zukunftsweisenden Projekt“ gratulierte Feuchts Bürgermeister Konrad Rupprecht, der mit einer ganzen Reihe von Markträten der Einladung gefolgt war.

N-Land Lorenz Märtl
Lorenz Märtl